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Lokalsport
SC West ärgert sich über Elfmeterpfiffe

Düsseldorf. Dem Fußball-Oberligisten bleibt zu Hause ein Sieg verwehrt. Dafür darf sich die Turu über einen klaren Erfolg in Wuppertal freuen. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

SC West - TV Jahn Hiesfeld 2:2. Vor dem Anpfiff wäre SCW-Trainer Marcus John mit einem Punkt zufrieden gewesen. Im Nachhinein konnte es der 42-Jährige aber doch nicht sein, kosteten doch zwei äußerst fragwürdige Elfmeterentscheidungen die Oberkasseler letztlich den Sieg.

West-Kapitän Christoph Zilgens ging in der Partie voran. In den brenzligen Defensivaktionen grätschte der Mittelfeldstratege dazwischen und schaltete sich auch in der Offensive entscheidend mit ein. So war es auch ein Freistoß des Spielführers, der unmittelbar auf dem Kopf von Fabio Forster zur 1:0-Führung landete. Dabei hatte Georg Mewes, Trainer der "Veilchen", gerade vor den Standards der Blau-Weißen gewarnt.

Allerdings schlugen die Gäste zurück, auch wenn dazu ein wohlwollendes Auge gehörte. Kevin Menke (Hiesfeld) ging nach einem leichten Körperkontakt zu Boden und bekam den Elfmeter zugesprochen. Viel klarer erschien der anschließende Freistoß für Wests Shunya Hashimoto, den Zilgens mit einem frechen Flachschuss zur 2:1-Führung nutzte, zwar auch nicht, aber am Ende herrschte irgendwie doch keine ausgleichende Gerechtigkeit.

Mit einem starken Risikotackling spitzelte Zilgens seinem Gegenspieler den Ball vom Fuß, ehe beide aneinanderprallten. Es gab erneut Strafstoß für Hiesfeld - und Zilgens, der beste Mann auf dem Feld, verstand die Welt nicht mehr. "Jeder macht Fehlentscheidungen, aber schlimm ist die Arroganz, mit der die Schiedsrichter zu Werke gegangen sind. Das verdirbt einen den Spaß", sagte John sichtlich bedient.

Cronenberger SC - Turu 0:4. In Takehiro Kubo, Shunsaku Fujita und Nozomu Nonaka bot Turus Trainer Frank Zilles drei Japaner in der Anfangself auf Das Trio aus Fernost war wesentlich daran beteiligt, dass die Oberbilker mit einem 2:0-Vorsprung in die Pause gingen. Am Ende hieß es sogar 4:0. "Überlegen und verdient", nannte Klaus Schütz, Vater von Turus-Mittelfeldspieler Bennjamin, den zweiten Saisonerfolg der Zilles-Elf.

Die ersten 45 Minuten waren fest in japanischer Hand. Nach einer Kombination über Kubo und Fujita setzte der aufgerückte Außenverteidiger Nonaka den Ball aus 20 Metern flach in die linke Torecke - 1:0. Sechs Minuten später spielte Fujita Kubo an, der mit einem Bogenschuss das 2:0 erzielte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm das Spiel für Kubo jedoch ein abruptes Ende: Der 25-jährige Stürmer blieb nach einem Kopfballversuch am Boden liegen und musste vom Platz getragen werden.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste wenig Mühe, den schwachen Gegner aus Wuppertal in Schach zu halten. So durften sich noch die beiden eingewechselten Joker Berkay Öz und Malte Boermanns in die Torschützenliste eintragen.

Quelle: RP
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