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Lokalsport
SC West: Deuß sucht nach der alten Form

Düsseldorf. Der Angreifer des Fußball-Oberligisten stand im Sommer noch auf dem Zettel des heutigen Gegners KFC Uerdingen. Turu fährt unterdessen nach Essen, während der TV Kalkum-Wittlaer den 1. FC Bocholt empfängt. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

KFC Uerdingen - SC West. Ohne seinen aktuell besten Angreifer Abdelkarim Afkir muss der SC West seine vorgezogene Partie beim KFC Uerdingen bestreiten (heute, 19.30 Uhr, Grotenburg). Die Hoffnungen auf einen Düsseldorfer Torerfolg ruhen damit vorrangig auf dessen Sturmpartner Simon Deuß - und den hatte auch der KFC schon auf dem Zettel. Es war im Juni unmittelbar nach dem Aufstiegsspiel gegen den FSV Duisburg, als Deuß seine Farben mit einem Dreierpack in die Oberliga geschossen und damit das Interesse eines Uerdinger Scouts provoziert hatte. "Bei seiner damaligen Verfassung hat mich das nicht gewundert", berichtet SCW-Trainer Marcus John. Zurzeit hat Deuß diese Form aber noch nicht erreicht. "Er arbeitet viel für die Defensive" - so erklärt John die bisherige Ausbeute von nur vier Toren.

Da hat Mohamadou Idrissou vom KFC sicherlich mehr Freiheiten, seine Position auszuüben. Der Ex-Bundesligaspieler kehrt nach sechswöchiger Sperre wieder zurück. Eine gute Sache, wie Marcus John bekundet: "Der KFC soll in seiner Bestbesetzung antreten, das kann uns nur zusätzlich motivieren." Über die Stärke des Tabellenzweiten herrscht ohnehin kein Zweifel. Neben Idrissou besitzt der KFC in Silvio Pagano und Takehiro Kubo ein gefährliches Offensivtrio, das sich in der heimischen Grotenburg bisher nahezu makellos präsentiert hat: Sieben Spiele, sechs Siege, ein Remis, 15:2 Tore.

ETB SW Essen - Turu. Bei den Oberbilkern kann man der vorletzten Partie vor der Winterpause in Essen (morgen, 14.30 Uhr, Uhlenkrug) mit Gelassenheit entgegensehen. Die Blau-Weißen liegen mit ihrem fünften Tabellenplatz voll im Soll. Zufriedenheit allseits also bei Turu, wenn es da nicht im Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen II zu einem Vorfall gekommen wäre.

Zur Pause gerieten Fatih Duran und Saban Ferati in der Kabine aneinander. Trainer Frank Zilles musste die Streithähne trennen, nahm sie zur 46. Minute aus der Partie und stellte sie erst einmal vom Training frei. Vereinspräsident Heinz Schneider, der sich zu der Zeit nach einer Knieoperaion noch in der Reha befand, sprach mit den beiden Spielern, um die Ursache des Zwists zu ergründen. Während Ferati nach der Aussprache mittlerweile wieder ins Training eingestiegen ist, wird Linksverteidiger Duran nicht mehr in den Kader zurückkehren. Berufliche Gründe werden von Seiten Durans dafür angegeben, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. Man wird sehen, wie Trainer Zilles seine Elf für das Spiel beim Tabellenzehnten aufstellt. Während Markus Rychlik nach seiner Sperre zurückkehrt, könnte Maximilian Nadidai Durans Position übernehmen.

TV Kalkum-Wittlaer - 1. FC Bocholt. Die Vorbereitung auf die Partie (morgen, 15.30 Uhr, Grenzweg) vollzog sich beim TVKW in drei Schritten. "Zuerst stand die Regeneration im Fokus, dann haben wir bei einem Mannschaftsabend die Hütte abgerissen und das Wir-Gefühl gestärkt, anschließend hart trainiert", berichtet Trainer Guiseppe Montalto. Mit dem vollen Programm im Rücken hofft der Italiener, bis zur Winterpause noch so manchen Punkt mitzunehmen. "Zurzeit ist es bei uns nur Kopfsache, deswegen machen wir uns auch keinen Druck."

Als klarer Favorit steht Bocholt zwar entgegen vieler Erwartungen nur auf Rang 13 der Tabelle, hat aber immerhin schon den Titelkandidaten KFC Uerdingen geschlagen. Verzichten müssen die Hausherren derweil auf die Langzeitverletzten Robin Böhm (Kreuzbandriss) und Christian Schuh (Zeh-OP). Die Hoffnung liegt somit auf den Youngstern, wie zum Beispiel Merveil Tekadiomona und Matias Rodriguez. "Unsere kleinen, wuseligen Spieler machen vorne immer viel Theater. Wir müssen die Chancen, die wir kreieren, nur öfter nutzen", betont Montalto.

Quelle: RP
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