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Lokalsport
SC West: John moniert das Defensivverhalten

Düsseldorf. Im Prinzip war alles für den Fußball-Oberligisten SC West vor dem Heimspiel gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter angerichtet. Ein Sieg, und die Oberkasseler hätten so gut wie sicher die Sektkorken zum vorzeitigen Klassenerhalt knallen lassen können. Daraus wurde jedoch nichts, und die Mannschaft von Trainer Marcus John musste sich nach dem 0:3 mit Selters begnügen.

Dabei war es nicht allein das Ergebnis, das John nach dem Schlusspfiff die Zornesröte ins Gesicht trieb, sondern vor allem das Defensivverhalten seiner Elf bei den drei Gegentoren. "Es wäre vielleicht sogar einfacher gewesen, wenn wir die Tore selber reingemacht hätten", merkte er süffisant an.

Tatsächlich sorgte der SCW nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte im zweiten Durchgang höchstpersönlich dafür, dass "Hö-Nie" drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt aus der Landeshauptstadt mitnahm. Erst konnten die Westler zu zweit ein Kopfballzuspiel von Mike Welter auf Andre Trienenjost nicht verhindern (57.), und dann patzte kurze Zeit später auch noch Metehan Gürbüz folgenschwer. Völlig ohne Not unterlief der Linksverteidiger einen hohen Ball und gewährte den Gästen so freien Raum zum Kontern -0:2. Für diese Aktion handelte sich der 21-Jährige später einen Rüffel seines Coaches ein: "Beim zweiten Gegentor bin ich der Meinung, dass man den Ball nicht unterlaufen braucht, wenn man die Situation einigermaßen einschätzen kann. Man muss da gar nicht zum Kopfball hochgehen, wenn man in Überzahl ist."

Für die Blau-Weißen geht es in den verbleibenden Spielen gegen Hiesfeld (8. Mai), Gladbach (22. Mai), Uerdingen (29. Mai) und Schonnebeck (5. Juni) nun darum, solche Leichtsinnsfehler zu vermeiden, damit am Ende nicht doch noch das große Zittern beginnt. Einen nur kleinen Rüffel würde es dann sicherlich nicht mehr geben.

(lonn)
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