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Lokalsport
SC West kann Saisonziel erreichen

Düsseldorf. Im Derby gegen die Turu ist die angepeilte Punktzahl von 42 Zählern möglich. Von Christoph Zabkar

Aus Düsseldorfer Sicht hielt die englische Woche in der Fußball-Oberliga gleich zwei faustdicke Überraschungen bereit. Zum einen stoppte der SC West die Siegesserie des Spitzenreiters Wuppertaler SV mit einem sensationellen 2:0-Erfolg und zum anderen gab die Turu im Derby gegen den Tabellenletzten TV Kalkum-Wittlaer ihre komfortable Zwei-Tore-Führung noch aus der Hand. 2:2 lautete hier der Endstand. Morgen steigt in Oberkassel bereits das nächste Lokalduell, wenn der SC West die Turu empfängt (17 Uhr, Schorlemerstraße). Hinter der Fortuna sind beide Vereine zurzeit das Beste, was der Düsseldorfer Fußball zu bieten hat.

"Mit etwas Glück und Geschick" habe der SC West am Mittwoch drei wichtige Punkte eingefahren sagte SCW-Trainer Marcus John. Als krasser Außenseiter hielten die Oberkasseler im Paul-Janes-Stadion den hochfavorisierten WSV in Schacht. Dabei war es von John ein entscheidender Schachzug, auf ein 4-3-2-1-System umzustellen. "Wir wussten, dass der WSV mit langen Bällen agiert, und wollten deswegen unser Zentrum stärken", sagte der Coach. Der Plan ging auf, und nach langem Kampf wurde beim Bilderbuchkonter zum 2:0 sogar gezaubert: Abdelkarim Afkir leitete die Situation mit der Hacke ein, Shunya Hashimoto behielt die Übersicht für Fabian Stutz und dieser legte uneigennützig quer auf den Torschützen Ryutaro Omote.

Anders sah die Gemütslage in Oberbilk aus, wo die Turu mit langen Gesichtern vom Feld schlenderte. Die Elf von Trainer Frank Zilles hatte sich durch zwei Elfmeter den sicher geglaubten "Dreier" noch nehmen lassen und blieb anschließend im Pech, als der starke Samuel Limbasan nur die Querlatte traf. Doch die Gemütslage kann sich am Samstag bereits wieder ändern.

Dass die Begegnung eine ganz andere sein wird, gibt auch John zu bedenken, der, ähnlich wie sein Flügelflitzer Afkir, einst selber für die Oberbilker auf Torejagd gegangen ist: "Turu ist ein ganz anderer Gegner als Wuppertal. Deswegen ist von uns auch ein anderes Spielsystem zu erwarten."

Trotz der taktischen Änderung wird aber dieselbe konzentrierte Defensivleistung wie gegen den WSV vonnöten sein, da die Oberbilker in Limbasan einen torgefährlichen Stürmer besitzen. Drei Tore in den vergangenen drei Spielen erzielte der 21-Jährige. Und während es für die Turu darum geht, den dritten Platz zu behaupten, kann der SCW sein erklärtes Saisonziel von 42 Punkten vorzeitig erreichen.

Quelle: RP
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