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Lokalsport
SC West unterliegt beim KFC Uerdingen mit 1:3

Düsseldorf. Das Tor von Deuß ist für den Fußball-Oberligisten zu wenig. Während die Turu siegt, fühlt sich der TVKW verpfiffen. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

KFC Uerdingen - SC West 3:1. Die vorgezogene Eröffnungspartie des 16. Spieltages zwischen dem KFC Uerdingen und SC West stand unter besonderen Vorzeichen. Es war zum Beispiel das erste Pflichtspiel nach dem 110. Vereinsjubiläum von Uerdingen und dem 25. Geburtstag von SCW-Spieler Simon Deuß. Am Ende konnten sich beide Ehrenkinder freuen. Der Aufstiegsfavorit über den verdienten 3:1-Erfolg und Deuß über sein erzieltes Tor.

"Wir haben uns vorgenommen, gut in die Partie zu starten. Leider hat das nur acht Minuten lang geklappt, dann hat es gerappelt", sagte SCW-Trainer Marcus John. Die ersten Probleme zeichneten sich allerdings schon im Vorfeld ab. Weil sich Abwehrrecke Manuel Haber im Abschlusstraining eine Zerrung zugezogen hatte, mussten die Düsseldorfer umdisponieren. Die größten Probleme bereitete der neu formierten Defensive aber keineswegs Ex-Bundesliga-Profi Mohamadou Idrissou, der nach abgesessener Rotsperre zunächst nur auf der Bank saß, sondern Silvio Pagano. Passend zum grell-roten Schuhwerk war der quirlige Italiener der wohl auffälligste Akteur auf dem Platz. Infolge eines Stellungsfehlers markierte Pagano nach dem Führungstreffer von Darko Anic auch das 2:0.

Die Vorstellung gefiel den rund 1100 Heimfans dabei so sehr, dass sie in der Pause gar nicht mehr aufhörten zu singen. "Ich möchte mich im Namen der Mannschaft bei den Zuschauern bedanken. Wir wurden heute 90 Minuten lang brutal unterstützt", freute sich Uerdingens Trainer Michael Boris und forderte die Seinigen auf, "ein oder zwei Bier" zu trinken. Beim späteren Toast dürfte insbesondere das 3:0 begossen worden sein, als Pagano eine butterweiche Hereingabe mit einem Flugkopfball vollendete.

Doch auch Deuß durfte zum Jubel ansetzen, als er einen an Dennis Ordelheide verschuldeten Elfmeter sicher verwandelte.

Kalkum-Wittlaer - 1. FC Bocholt 1:2. 80 Minuten lang bot der TV Kalkum-Wittlaer dem Favoriten FC Bocholt wacker die Stirn. Dann verstand Düsseldorfs Trainer Giuseppe Montalto die Welt nicht mehr. "Entweder haben die großen Vereine mehr Lobby oder bei uns ist der Kaffee und Kuchen schlechter", mutmaßte der Italiener.

Grund für sein Ärgernis war ein fragwürdiger Handelfmeter, der den Gästen am Ende den 2:1-Sieg bescherte. "Das war ein Geschenk vom Schiedsrichter. Patrick Schmitz stand maximal in der Nähe des Balles", reklamierte der Coach. Damit stand der Vorletzte wieder mit leeren Händen da, obwohl er sich nach dem Führungstreffer von Daniel Müller selbst mit dem 1:1 zufrieden gegeben hätte.

ETB SW Essen - Turu 1:3. Die Partie zwischen SW Essen und Turu bot keine gute Fußballkost. Im Stadion am Uhlenkrug standen große Teile des Rasens unter Wasser, so dass dem Zufall Tür und Tor geöffnet waren. Die Bodenverhältnisse begünstigten zunächst die Gäste bei ihrem Führungstreffer, als ein Pass von Nozomu Nonaka den Weg durch die ETB-Abwehr zu Turu-Kapitän Philip Lehnert fand (12.).

Acht Minuten später war es erneut eine flachen Hereineingabe, die den Hausherren Probleme bereitete. Dieses Mal kam der Ball von Patrick Dertwinkel. Von Kevin Müller (ETB) sprang der Ball zum 2:0 über die eigene Torlinie. Am Ende kam Essen durch einen Elfmeter auf 1:2 heran, doch mit seinem ersten Tor im Turu-Trikot entschied Malte Boermans die Partie endgültig.

Quelle: RP
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