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Lokalsport
SC West verpasst die Pokal-Sensation

Düsseldorf. Der Fußball-Oberligist scheitert im Viertelfinale des Niederrheinpokals mit 0:2 am klassenhöheren Wuppertaler SV. Von Christoph Zabkar

Der Auftritt des SC West im Pokal-Viertelfinale gegen den haushohen Favoriten Wuppertaler SV lässt sich zweifelsohne als Achtungserfolg beschreiben. Nach großem Kampf unterlagen die Düsseldorfer dem Regionalliga-Vierten mit 0:2. Doch bis die endgültige Entscheidung gefallen war, hatte der WSV viel Mühe.

Es war ein spannendes Duell und alles andere als ein Selbstläufer. Diese Erkenntnis war einem Großteil der rund 400 angereisten WSV-Fans scheinbar schon im Vorfeld bewusst. So machte sich bei der Anreise statt purer Vorfreude doch eine gewisse Skepsis breit. Schuld daran war unter anderem das Paul-Janes-Stadion, denn daran haben die Wuppertaler definitiv keine guten Erinnerungen. Im WSV-Lager spricht man sogar von einem bösen Geist, der in Flingern sein Unwesen treibt und den Bergischen das Siegen untersagt. Außerdem stand auf der Platzanlage ja noch der ominöse Gegner aus der Oberliga, der ihnen in der vergangenen Saison zweimal eine Niederlage zufügte.

Die Skepsis war vor allem im ersten Durchgang berechtigt, indem sich die Oberkasseler keineswegs versteckten. Bei Ballbesitz des Gegners machten die Blau-Weißen zwar die Schotten dicht, setzten aber auch durchaus spielerische Akzente nach vorne. Hätte Wuppertals Kevin Pyltik den schnellen Ryutaro Omote nicht im letzten Moment abgegrätscht, wäre sogar eine Führung möglich gewesen (38.).

Viel mehr Chancen hatte der Favorit nicht, dafür aber die besseren. Mit gemeinsamen Kräften vereitelten Sebastian Siebenbach und Tim Kosmala eine Riesenmöglichkeit von Gaetano Manno. Anschließend warf sich Christoph Zilgens spektakulär in einen Flachschuss von Tim Bodenröder.

Mit einer guten Staffelung und der nötigen Leidenschaft erkämpften sich die Hausherren auf diese Weise das 0:0 zur Halbzeit. Doch nach einer guten Stunde lag der Ball im Netz. Es brauchte schon mehrere Schussversuche, ehe der ehemalige Osnabrücker Manno den Ball über die Linie stocherte. Den Jubel kostete Manno voll aus, auch dies sprach für die achtbare Leistung des "Underdogs", dem die dritte Überraschung in Folge diesmal untersagt blieb. Dass der Rettungsversuch vom sehr starken Fabio Forster gegen Manno kurz vor Schluss im eigenen Netz landete, war letztlich auch nicht mehr entscheidend.

Quelle: RP
 
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