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Lokalsport
Schlusslicht Unterrath gibt sich kämpferisch

Düsseldorf. Im Derby der Handball-Landesliga ist die HSG Gerresheim dennoch klarer Favorit. Jahn/West erwartet Spitzenreiter Mülheim Saarn. Von Michael Hinzmann

Mit einem Derby startet die Handball-Landesliga den Schlussspurt vor der Weihnachtspause. In der Sporthalle am Franz-Rennefeld-Weg empfängt die SG Unterrath die HSG Gerresheim (morgen, 15 Uhr). "Derbys sind das Schönste, was man in einer Liga haben kann und das Salz in der Suppe", freut sich SGU-Trainer Arno Heißmeyer auf den Vergleich. Trotz drei sicherer Ausfälle und einiger krankheitsbedingt angeschlagener Spieler gibt er sich kämpferisch: "Gerresheim ist ein unangenehmer Gegner. Aber in unserer momentanen Situation müssen wir jeden Gegner nehmen, wie er kommt, und punkten." Unterrath steht mit nur zwei Punkten auf dem letzten Platz.

Dies ist für Gerresheims Trainer Ralf Müller allerdings kein Grund, die Gastgeber zu unterschätzen: "Das wird ein ganz gefährliches Spiel für uns. Die SGU ist definitiv besser, als es ihr Tabellenstand aussagt. Ich rechne mit einer schweren Aufgabe in einer Partie auf Augenhöhe." Dies umso mehr, da auch er personell nicht sorgenfrei in die Partie gehen kann. Zu den Dauerverletzten gesellt sich nun nämlich auch noch Torhüter Dennis Naunheim. Nach einem Bandscheibenvorfall wird er frühestens im neuen Jahr wieder zwischen den Pfosten stehen können.

Gastgeber des Spitzenreiters DJK VfR Mülheim Saarn, der in bislang sieben Partien erst einen Punkt abgegeben hat, ist die HSG Jahn/SC West (heute, 18 Uhr, Lewitstraße). Trainer Markus Wölke: "Uns als Außenseiter zu bezeichnen, wäre noch geschönt. Deshalb können wir die Aufgabe relativ locker angehen. Saarn muss gewinnen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Für uns wären es hingegen Bonuspunkte, die uns allerdings sehr gut tun würden." Derweil hat sich die Personalsituation bei der HSG deutlich entspannt. Da nur noch drei Langzeitverletzte ausfallen, hat Wölke wieder Optionen auf der Auswechselbank.

Von seinem Saisonziel, oben mitzumischen, ist der ART II mit fünf Minuspunkten schon ein ganzes Stück entfernt. Bereits aus dem Titelrennen ist mit neun Minuszählern die HSG Velbert/Heiligenhaus, die vor der Saison noch als heißer Meisterschaftskandidat gehandelt wurde. Daraus zog der langjährige Trainer der Rather Gäste (morgen, 17 Uhr, Graf-Recke-Straße), Olaf Scholz, die Konsequenz und warf das Handtuch. Sein Nachfolger Oliver Franke hatte zuletzt mit einem Sieg gegen Bayer Uerdingen einen Einstand nach Maß. Trotz voller Besetzung rechnet der Mannschaftsverantwortliche des ART, Hajo Pfeiffer, deshalb mit einer schweren Aufgabe: "Das wird ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen unsere Bestform bringen, um zu gewinnen."

Einen ebenso dicken Brocken hat die Fortuna im TV Cronenberg aus dem Weg zu räumen. Die Essener mussten bislang nur dem Spitzenreiter Saarn und zuletzt dem SV Kettwig II (21:22) die Punkte überlassen. Deshalb schmerzt es Trainer Andreas Laschet, dass er nur mit kleinem Kader anreisen kann. Torhüter Michael Giebels fehlt aus beruflichen Gründen, zudem mussten vier Feldspieler verletzungsbedingt absagen. Laschet jammert nicht: "Da müssen wir uns durchkämpfen. Sollte sich dann die Gelegenheit ergeben, aus Essen etwas mitzunehmen, sind wir am Start. Allerdings wird ausschlaggebend sein, wie weit die Kräfte bei uns reichen."

Quelle: RP
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