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Lokalsport
Serienholde triumphiert beim BMW-Preis Düsseldorf

Düsseldorf. Schrecksekunde nach dem Start des BMW-Preis Düsseldorf am Samstag in Grafenberg: Die heiße Favoritin Serienholde knickt ein, Jockey Eduardo Pedroza macht beinahe unliebsame Bekanntschaft mit dem Gras, kann die missliche Situation aber dann doch klären. Er bringt sein Pferd dann wieder in Schwung, verliert nicht den Anschluss an die Spitze und kommt am Ende zu einem hart erkämpften Sieg. Von Daniel Delius

"Kompliment an Eddie", meinte Trainer Andreas Wöhler aus Gütersloh hinterher, "ein anderer Jockey wäre aus dem Sattel geflogen. Am Ende war es aber dann doch eine knappe Angelegenheit." Denn die Außenseiterin Flemish Duchesse war eine hartnäckige Gegnerin, auf dem stark aufgeweichten Boden war die Aufholjagd von Serienholde kraftraubend gewesen, doch am Ende setzte sich die Klasse der Stute des Gestüts Wittekindshof von Hans-Hugo Miebach aus Dortmund durch. "Jetzt bekommt sie eine Pause, läuft erst wieder beim Henkel Preis der Diana", erklärte Wöhler. Im Lager von Serienholde hatte man sogar mit einer Nachnennung für das Deutsche Derby geliebäugelt, doch bleibt man jetzt auf der Düsseldorf-Route.

Das gilt auch für die Zweitplatzierte Flemish Duchesse aus dem Stall des Kölners Andreas Löwe. "Wir sind positiv überrascht", so Löwe, "wir waren uns bei ihr gar nicht sicher, wohin der Weg geht, aber heute ist sie toll gelaufen, wird sicher beim Preis der Diana starten." Auf Rang drei kam mit Elennga die aus Frankreich angereiste Stute von Karim Aga Khan ins Ziel. Der für sie vorgesehenen Jockey Christophe Soumillon war verletzungsbedingt gar nicht gekommen. Er war am Freitag im westfranzösischen La Teste gestürzt und hatte sich Prellungen zugezogen - alle Engagements am Wochenende mussten gestrichen werden. Filip Minarik sprang ein, doch hatte der zweifache deutsche Jockeychampion schon viel Arbeit, denn Elennga tat sich auf dem Boden schwer, mehr als der dritte Platz war nicht drin.

Dauerregen vom ersten bis zum letzten Rennen - das war wenig förderlich für den Wettumsatz und den Besuch, so dass der ansonsten so populäre BMW-Renntag dann doch wesentlich weniger Zuschauer anzog als sonst. Und auch an den Wettschaltern war der Andrang bescheidener als vor Jahresfrist.

Im Rahmenprogramm hatten die Gäste aus den Niederlanden gleich drei Erfolge zu verzeichnen. Rennstallbesitzer Lucien van der Meulen aus Sevenum eilte zweimal zur Siegerehrung, im zweitwichtigsten Rennen des Tages stellte er mit My Mate und Lord of Leitrim sogar die beiden Erstplatzierten.

Quelle: RP
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