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Lokalsport
Soumillon gehört zum Favoritenkreis

Düsseldorf. Der Belgier ist einer der Großverdiener in der Galopp-Szene. Beim BMW Preis Düsseldorf will er seine Klasse unter Beweis stellen. Allerdings gibt es weitere heiße Anwärter auf den Gesamtsieg auf der Rennbahn in Grafenberg. Von Daniel Delius

Wenn einer der besten Jockeys der Welt in Grafenberg in den Sattel steigt, dann muss es sich schon um ein ganz besonderes Rennen handeln. Oder um das Erfüllen von vertraglichen Pflichten. Im Fall von Christophe Soumillon trifft letztere Variante zu. Der 35 Jahre alte Belgier hat einen Kontrakt mit Karim Aga Khan unterzeichnet. Aga Khan ist eine glamouröse Persönlichkeit des Jet-Sets und einer der wichtigsten Züchter und Besitzer von Galopprennpferden weltweit.

Und Soumillon ist sein Stalljockey. Wo immer Aga Khans Pferde laufen, hat Soumillon in der Regel anzutreten. Heute wird er beim BMW Preis Düsseldorf in den Sattel von Elennga steigen. Aus Frankreich wird das Pferd in die Landeshauptstadt transportiert.

Vor 16 Jahren, damals noch als Auszubildender, ist Soumillon schon einmal in Grafenberg geritten, allerdings ohne Erfolg. Auch später waren seine Deutschland-Gastspiele eher selten, vor zwei Jahren hat er immerhin das Deutsche Derby - das bedeutende Galopprennen in Hamburg - gewonnen. Sein Betätigungsfeld liegt vielmehr in Frankreich oder England. Im Winter dann in Japan, Dubai oder Hong Kong. Soumillon gehört zu den Großverdienern der Branche, Düsseldorf ist da nur eine flüchtige Durchgangstation. Und es ist auch keineswegs sicher, dass er die Rennbahn als Sieger verlässt.

Elennga, der Grund seiner Anreise, hat zwar gerade in Deauville gewonnen, doch trifft sie nun auf zahlreiche deutsche Pferde, denen einige Hoffnungen gelten. Schließlich ist der BMW Preis ausschließlich Stuten vorbehalten und ist zudem ein wichtiger Test für den Henkel-Preis der Diana. Sechs der acht Teilnehmerinnen sind dafür engagiert. Favoritin könnte ein Pferd mit dem eher gewöhnungsbedürftigen Namen Serienholde sein. Ihr Besitzer ist der Dortmunder Unternehmer Hans-Hugo Miebach, dessen Gestüt Wittekindshof auf den Höhen des Sauerlandes liegt. Und er hat bei der Namensgebung seiner Vollblüter des Öfteren skurrile Ideen. Das hält die Pferde aber nicht davon ab, schnell zu laufen. Serienholde, gerade in Dortmund zuletzt sehr erfolgreich gewesen, gehört zu den Besten ihres Jahrgangs, wird von den Buchmachern schon jetzt als Mitfavoritin auf den Sieg des Henkel-Preises notiert.

Andreas Wöhler trainiert sie in der Nähe von Gütersloh. Im Sattel sitzt Eduardo Pedroza. Aber auch Adrie de Vries auf Milenia oder Sarandia, die von dem Italiener Daniele Porcu geritten wird, sollten beim BMW Preis ein Wort mitsprechen können.

Quelle: RP
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