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Lokalsport
Speerwerferin Klefisch fehlen nur 14 Zentimeter zur DM-Norm

Düsseldorf. Während Katrin Missing ihr Wurfergebnis verbessern konnte, trainiert ein Duo der Düsseldorfer aktuell für sich allein. Von Christoph Zabkar

Die Freiluftsaison der Leichtathletik hat begonnen, und Düsseldorfs Talente brennen darauf, ihre Fortschritte auf den Platzanlagen zu bestätigen. Entsprechend groß war auch der Ansturm bei den Kreismeisterschaften in Duisburg, wo sich das Wettkampfprogramm um zwei Stunden verzögerte. Grund dieser Zeitverschiebung war die Tatsache, dass die Anmeldefrist um eine Woche verlängert wurde, so dass sich viele Athleten kurzfristig nachmeldeten.

Doch die Geduld zahlte sich aus - vor allem für ART-Speerwerferin Katrin Missing. Die 18-jährige Schülerin von Speerwurf-Trainer Manfred Poppe steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche (44,13 Meter) auf 44,94 Meter und bestätigte damit die schon zuvor erreichte Qualifikationsnorm für die deutschen Jugendmeisterschaften.

Eigentlich sollten die jüngsten Ergebnisse von Nils Fischer und Leon Kalteich ebenfalls zur guten Stimmung des Trainers beitragen, hätten sich nicht interne Unstimmigkeiten aufgetan. Aber zuerst das Sportliche: Während Fischer in Leichlingen seine Bestleistung um mehr als fünf Meter steigerte und anschließend in Köln mit 67,76 Metern sogar an der U20-WM-Norm in Polen kratzte (69 Meter), warf sein Teamkamerad Kalteich mit 65,65 Metern erneut über die U23-DM-Norm. Trotz der Erfolge ist das Verhältnis zwischen Trainer und Duo belastet: "Leider machen die Jungs seit Monaten ihr Training allein, ohne dass es protokolliert wird. Das wäre bei Athleten dieser Klasse aber enorm wichtig, um eine individuelle Feinabstimmung des Trainingsprozesses organisieren zu können. Dies ist auch mehrfach mit den Jungs besprochen worden, geändert hat sich leider nichts", erklärt Poppe. Schließlich hat der Coach den Jungs "schweren Herzens" mitgeteilt, dass er ihnen nicht mehr zur Verfügung stünde.

Beide Athleten wollten daraufhin wohl in Leverkusen unter Helge Zöllkau trainieren, was aber nicht klappte. Ihre Tipps holen sich die Athleten nun von Ingrid Thyssen (Leverkusen) ab, Poppe wird die Jungs aber weiterhin beobachten. "Wenn sich Nils technisch steigern würde, wäre er aufgrund seiner sehr guten Zulieferleistungen (140 kg im Bankdrücken, 110 kg im Reißen, 3,10 Meter beim Standweitsprung, 0,80 Meter beim Standhochsprung) ein 70- bis 72-Meter-Speerwerfer, den Düsseldorf schon sehr lange nicht mehr aufweisen konnte."

Zuversicht hat Poppe dann noch wegen Svenja Klefisch. Zwar fehlen der Überraschungsathletin von 2014 noch 14 Zentimeter bis zur 44-Meter-DM-Norm, aber Poppe glaubt fest an sie: "Im Vorjahr hat sich Svenja ein wenig auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Jetzt hat sie wieder der Ehrgeiz gepackt, und ich bin zuversichtlich, dass sie die Qualifikation schaffen wird." Und wer weiß, vielleicht glättet sich mit der einen Woge auch noch die andere.

Quelle: RP
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