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Lokalsport
Spezialtaktik des DHC geht in Hamburg nicht auf

Düsseldorf. Hockeyspielerinnen erkämpfen sich jedoch Platz drei.

Es gab doch ein paar Ausfälle zu viel beim Hamburg-Trip des Hockey-Bundesligisten DHC. Beim deutschen Meister UHC Hamburg mussten sich die Spielerinnen von Trainer Nicolai Sussenburger daher mit 1:4 (1:3) geschlagen geben. Tags darauf klappte es beim Großflottbeker THGC mit einem 3:0 (0:0) umso besser, und der Lohn war der dritte Tabellenplatz mit neun Punkten aus den bisherigen vier Spielen.

Gegen den UHC hatte Sussenburger eine spezielle Taktik parat, denn er spielte ohne Torhüterin mit elf Feldakteuren. Sussenburger wollte eine schnelle Führung und dann wieder mit Torfrau aus einer verstärkten Defensive das Spiel für sich entscheiden. Die Hanseatinnen brauchten jedoch nicht lange, bis sie mit diesem System klarkamen, und gingen nach fünf Minuten durch Torjägerin Charlotte Stappenhorst in Führung. Mit dem 0:2 und 0:3 war alles gelaufen - Greta Gerke verhinderte mit dem 1:3 das Schlimmste. Auch nach dem Wechsel änderte Sussenburger das System nicht. Die Oberkasselerinnen standen aber jetzt besser und ließen nur noch das 1:4 zu. "Wir haben eine kuriose Aufgabe gut gemeistert", sagte UHC-Trainer Claas Henkel.

Gestern beim Großflottbeker THC verzichtete Sussenburger auf Experimente, und seine Spielerinnen belohnten ihn. In einem überlegen geführten Spiel fielen die drei Treffer jedoch erst in den letzten 13 Minuten, als den Gastgeberinnen endgültig die Kraft ausging. Elisa Gräve, die Schnellste im Angriff des DHC, bewies ihre Torjägerqualitäten und legte mit zwei Treffern den Grundstock zum Sieg. Isabel Maas rundete den Erfolg mit dem 3:0 in der 65. Minute ab.

"Leider benötigen wir zu viele Chancen, um schnell einen Sieg zu erringen", kritisierte der Düsseldorfer Trainer, "aber trotz der vielen Ausfälle haben die Damen bewiesen, dass sie oben mitspielen können. Da beziehe ich besonders die Spielerinnen mit ein, die aufgrund der Verletzungen unserer Bronzegewinnerinnen Annika Sprink, Selin Oruz und Lisa Marie Schütze vermehrt zum Einsatz kamen."

(JP)
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