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Lokalsport
Stefan Fegerl führt Borussia zum souveränen Heimerfolg

Düsseldorf. Stefan Fegerl ist beim deutschen Tischtennis-Rekordmeister Borussia angekommen. Der Österreicher hatte zwar einen holprigen Start in die Saison, hat aber in der Begegnung in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt eindrucksvoll bewiesen, dass er ein Teamleader sein kann und auch will. Fegerl (Weltrangliste/WR 22) gewann erstmals als Nummer eins der Borussia zwei Matches und steuerte so den Löwenanteil zum 3:1-Sieg bei. Den dritten Punkt machte Anton Källberg (WR 88). Mit jetzt 8:2 Zählern verteidigten die Düsseldorfer Tabellenplatz drei. Von Tino Hermanns

Bergneustadt trat ohne den deutschen Einzelmeister 2013, Steffen Mengel, an. Er hatte sich eine Knieverletzung zugezogen. Also trat Benedikt Duda (WR 83) zum Auftaktspiel gegen Fegerl an. Und der Düsseldorfer ließ den Bergneustädter nie zur Entfaltung kommen.

Sharath Kamal Achanta (WR 75) stand ganz dicht davor, das Zwischenergebnis auf 2:0 zu schrauben. Der Inder führt gegen den Ex-Borussen Ricardo Walther (WR 93) nur einen Millimeter vor dem lockeren 3:0 Erfolg. Doch das "Biest" wie Achanta in Borussia-Kreisen genannt wird, konnten keinen seiner fünf Matchbälle verwandeln und brach anschließend völlig zusammen. "Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie konntest du nur den dritten Satz verlieren. Und dann habe ich mich auch noch daran erinnert, dass mich Ric letztes Jahr auch geschlagen hat", erläutert Achanta. Dass Anton Källberg die Borussia wieder in Führung brachte, war mehr eine Selbstverständlichkeit als eine Herausforderung. Weil auch die Nummer vier des TTC, Florian Schreiner, ausfiel, musste Markus Grothe aus der Schwalbe-Zweitvertretung (3. Liga) ran. Das Ergebnis ließ dann auch nichts an Deutlichkeit zu wünschen.

Der Höhepunkt des TTBL-Spiels sollt noch kommen. Das Match der Spitzenspieler Fegerl und Walther brachte teils spektakuläre Ballwechsel, die meist Walther gewann. Doch Fegerl machte das nicht nervös. Er arbeitet, biss sich in die Partie, brachte den Ex-Borussen zur Verzweiflung, indem er einfach jeden Ball zurückspielte und gewann. "Stefan ist extrem belastbar. Ihn kriegt so schnell nichts klein. Wenn es sein muss, bearbeitet er seine Gegner 20 Stunden lang", sagte Manager Andreas Preuß. Gegen Bergneustadt war das nicht nötig. Fegerl hatte Walter nach knapp 35 Minuten bezwungen und den Borussia-Gesamtsieg perfekt gemacht.

Ergebnisse: Fegerl - Duda 11:4, 9:11, 11:9, 11:8; Achanta - Walther 11:9, 11:7, 16:18, 5:11, 7:11; Källberg - Grothe 11:5, 11:4, 11:5; Fegerl - Walther 13:11, 11:6, 11:9.

Quelle: RP
 
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