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Lokalsport
Strangulis verlässt den CfR Links

Düsseldorf. Die 1:8-Klatsche der Fußballerinnen gegen Schonnebeck war nur Nebensache. Von Manfred Johann

Die Fußballerinnen des CfR Links hatten sich im Spiel der Niederrheinliga gegen den Tabellendritten Spvg. Schonnebeck durchaus etwas ausgerechnet. Schließlich hatte man im Hinspiel und im Pokal jeweils nur knapp mit 0:1 gegen die Essenerinnen verloren. Doch es kam völlig anders. Ohne Elisa Wilson und Jaqueline Heindl waren die Heerdterinnen von Beginn an ohne Chance und unterlagen letztlich 1:8. Für die Gäste trug sich Celine Öllig viermal in die Torschützenliste ein. Einmal mehr traf Melissa Grimaldi für den Sieger. Den einzigen Treffer der Linksrheinischen erzielte Sarah Linker zum zwischenzeitlichen 1:5, nach einem Foulelfmeter.

Interessanter als das aktuelle Spiel war freilich eine Personalie, die kurz zuvor die Runde machte: Melanie Strangulis hört als Trainerin des CfR Links zum Saisonende auf. "Diese Entscheidung fällt mir wirklich nicht leicht, steht aber schon seit Beginn der Spielzeit fest", erklärt sie und tritt damit Vermutungen entgegen, dieser Abschied habe mit der durchwachsenen Saison des Niederrheinligisten zu tun.

Ihre Karriere als Spielerin hatte sie früh von Heerdt zum Garather SV geführt. Dort spielte sie drei Jahre lang an der Seite der späteren Nationalspielerin und Bundesliga-Rekordtorschützin Inka Grings. Über den damaligen Regionalligisten SV Lohausen schien der Weg für eine überregionale Laufbahn frei zu sein, als der FCR Duisburg (damals noch FC Rumeln-Kaldenhausen) sie verpflichtete. Eine schwere Erkrankung stoppte dann ihren aktiven Erfolgsweg im höherklassigen Sport.

2006 kehrte sie dann nach Heerdt zurück und übernahm später das Traineramt. Höhepunkt ihrer Tätigkeit waren die Aufstiege mit den Fußballerinnen von der Pariser Straße. Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2006/07 gelang 2011 der Sprung in die Niederrheinliga. Drei Jahre später rückte man sogar noch eine Klasse höher in die Regionalliga und war damit neben den Männern von Fortuna II das klassenhöchste Team im Amateurbereich. Die Anforderungen erwiesen sich für den Kader allerdings als zu groß, so dass der CfR nach einem Jahr zurück in die Niederrheinliga musste.

Jetzt zwingen Melanie Strangulis berufliche Gründe, sich von der Seitenlinie zurückzuziehen. Dass ihr dies nicht leichtfällt, glaubt man ihr, wenn sie versichert: "Ich habe hier als Sechsjährige meine Leidenschaft für den Fußball entdeckt und blicke auf eine tolle Zeit zurück. In Zukunft werde ich einfach Fan dieser Mannschaft sein, die mir sehr ans Herz gewachsen ist." Ihr Nachfolger wird Dominique Scheimann sein. Der Inhaber der B-Lizenz ist in Düsseldorf noch ein unbeschriebenes Blatt. Trainererfahrungen sammelte er unter anderem bei Teutonia Schalke und SV Langendreer 04.

Quelle: RP
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