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Lokalsport
Taekwondo: Kim übernimmt Kaderathleten als Trainerin

Düsseldorf. An Akzeptanz bei den Taekwondoka am Bundesstützpunkt am Sportwerk wird es Yeonji Kim nicht fehlen. Für Korea holte sie zwei Weltmeistertitel und triumphierte bei den Asian Games. Nun wird Kim vorläufig einmal wöchentlich A-, B- und C-Kaderathleten der Deutschen Taekwondo Union (DTU) und den NRW-Landeskader als neue Trainerin betreuen. Demnächst - nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro - soll das Engagement ausgeweitet werden.

Doch was ist mit der Sprache? Als Übungsleiterin muss man kommunizieren können. Kein Problem, denn Kim ist gebürtige Aachenerin und lebte bis zum 17. Lebensjahr dort. Und irgendwie ist Kim mehr Deutsche als Koreanerin. "Schade, dass ich nicht für Deutschland antreten konnte. Ich konnte die Nationalität nicht wechseln. Deshalb bin ich nach Korea gegangen und habe dort professionell trainiert", erläutert sie.

Während ihrer aktiven Phase lebte Kim in einem Internat und studierte Taekwondo an der Universität. Anschließend arbeitete sie für das Nationale Olympische Komitee Südkoreas, war bei allen Olympischen Spielen zwischen 2006 und 2014 als Funktionärin dabei.

Seit sechs Monaten ist sie zurück in Deutschland und promoviert an der Sporthochschule in Köln. "Sie hat sich sofort bei mir gemeldet. Wir kennen uns ja schon seit langem. Als ich NRW-Landestrainer war, hat sie bei mir trainiert. Sie wird am Bundesstützpunkt die koreanische Härte mit der deutschen Mentalität verbinden", erläutert Musa Cicek, zuständiger Vize-Präsident der DTU und Präsident der nordrhein-westfälischen Taekwondo Union.

(tino)
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