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Lokalsport
Taskin Aksoys taktische Maßnahmen greifen nicht

Düsseldorf. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten Fortuna II muss personell umstellen und verliert am Ende 1:3. Von Maximilian Lonn

Fortunas Zweitvertretung beendet die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga West mit einer Niederlage. Beim 1:3 gegen den FC Kray setzte es für das Team von Trainer Taskin Aksoy dabei die erste Pleite nach einer Erfolgsserie von zuletzt vier Siegen in Folge. An mangelnder Vorbereitung lag es jedenfalls nicht, dass die Flingerner am Ende mit leeren Händen nach Hause fuhren mussten. "Wir haben eigentlich die ganze Woche auf dieses Spiel hingearbeitet", berichtete Aksoy. "Wir haben beispielsweise auf die spezielle Atmosphäre hier in Kray verwiesen, den Kunstrasen, das schwache Flutlicht, und natürlich auf den Kampf, den der Gegner uns liefern würde."

Allein, es blieb bei den gut gemeinten Ratschlägen, denn Aksoys Mannschaft kam während der 90 Minuten zu kaum einer Phase mit der aggressiven und kämpferischen Gangart der Hausherren zurecht. Dabei hatte sich der Fußballlehrer zuvor noch einen speziellen Matchplan für die Partie ausgedacht, wobei er gezwungenermaßen auf seine Erfolgself der vergangenen Wochen verzichten musste. So fehlten verletzungsbedingt nicht nur Tugrul Erat und Bryce Alderson, sondern auch Christopher Avevor sowie Christian Gartner aus dem Profikader der Fortunen. Vor allem Alderson und Avevor sorgten zuletzt im defensiven Mittelfeld für Kompaktheit und Stabilität. Für das Duo beorderte Aksoy stattdessen Tobias Lippold und Mergim Fejzullahu auf die "Doppelsechs". Der Plan des Deutsch-Türken sah dabei folgendermaßen aus: Mit langen Bällen sollte die kopfballstarke Krayer-Defensive zu Luftduellen gezwungen werden. Die daraus resultierenden zweiten Bälle sollten die passstarken Mittelfeldspieler dann postwendend an die Angreifer weiterleiten. Das Problem: Die Variante klappte bis auf einige Ausnahmen kaum, da die "Zwote" viel zu langsam aufrückte, und als sich Kemal Rüzgar bereits nach 30 Minuten eine laut Aksoy "dämliche Gelb-Rote-Karte" einhandelte, waren alle Pläne dahin.

"Dass es mit zehn Mann in 60 Minuten für uns schwierig werden würde, war uns natürlich bewusst", erklärte der 48-jährige Coach. "Aber dass wir dann in der zweiten Hälfte dann so ein Tor kassieren, war schon fast abzusehen." Gemeint war damit das Krayer 1:0 durch Vincent Wagner (65.), das ebenso nach einem Gewühl fiel wie auch das 2:0 durch Emir Alic (75.). Beide Male sah die Düsseldorfer Abwehr nicht gut aus. Zwar gelang Rafael Garcia kurz darauf per abgefälschter Bogenlampe der Anschlusstreffer, doch als die Rot-Weißen daraufhin alles nach vorne warfen, setzte der FCK den entscheidenden Konter zum 3:1 durch Emre Yesilova.

Quelle: RP
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