| 00.00 Uhr

Lokalsport
Timo Boll ist wieder da

Düsseldorf. Borussias Spitzenspieler meldet sich rechtzeitig zum Start in die Tischtennis Champions League wieder fit. Zu Gast bei den Düsseldorfern ist heute (19 Uhr) Österreichs Vizemeister SPG Walter Wels. Von Tino Hermanns

Die Ambitionen der Borussia in der Tischtennis Champions League sind klar. "Wir wollen als Sieger unserer Gruppe das Viertelfinale erreichen", erklärt Manager Andreas Preuß. "Und dazu gehört ein Sieg gegen SPG Walter Wels." Die Chance dazu hat der deutsche Rekordmeister heute Abend (19 Uhr), denn dann geben die Österreicher im Arag Center Court an der Ernst-Poensgen-Allee 58 ihre Visitenkarte ab. "Auf dem Papier sind wir sicherlich der Favorit, aber wir wissen, dass es eine enge Kiste wird", versichert Preuß.

Der gleichen Meinung ist auch Borussias Cheftrainer Danny Heister. "Wels ist eine ganz erfahrene Mannschaft. Sie alle können Tischtennis spielen", urteilt der Niederländer. Das haben der 36-jährige Chinese Wang Jian Jun, der zwei Jahre jüngere Zhan Jian aus Singapur, der Italiener Mihai Bobocica (30) und der 28-jährige Zsolt Petö aus Serbien schon oft bewiesen. So spielte sich Wang einst auf Weltranglistenplatz 39 nach vorn und wurde chinesischer Meister. Zhan Jian gewann unter anderem die Commonwealth Games 2014 und bezwang dabei im Finale Gao Ning, ehemals die Nummer neun der Welt.

Bobocica seinerseits qualifizierte sich für zwei Olympische Spiele und hat auf der Liste seiner geschlagenen Gegner nicht zuletzt den Borussen Sharath Kamal Achanta (Weltrangliste/WR 75) und den Ex-Borussen Bastian Steger (WR 20) stehen. Zudem kennen die Welser die Borussen bestens. Bobocica trainiert seit Jahren an der "Werner Schlager Academy" im österreichischen Schwechat, also genau dort, wo Borussia-Zugang Stefan Fegerl (WR 22) zum internationalen Spitzenspieler reifte. Wang war bei AS Pontoise Cergy in Frankreich Teamkamerad des aktuellen Borussia-Akteurs Kristian Karlsson (WR 29). Gemeinsam gewannen sie die Champions League 2015/16.

Gründe genug, jede Menge Respekt vor dem österreichischem Vizemeister zu haben. Das sieht Borussias Bester, Timo Boll (WR 13), genauso. Der 35-jährige Linkshänder feiert nach einer Nackenverletzung, die er sich bei den Olympischen Spielen in Rio zugezogen hatte, sein Wettkampfcomeback. "Ich freue mich, endlich wieder dabei zu sein", sagt Boll. "Ich habe Respekt. Zum einen vor dem Gegner. Wang hat mir schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme bereitet. Zum anderen aber auch vor meiner eigenen Form, die ich nach so einer langen Pause noch nicht richtig einschätzen kann."

Über die Form von Fegerl und Karlsson weiß man hingegen genau Bescheid. Die beiden überzeugten am vergangenen Wochenende beim World Cup in Saarbrücken, überstanden jeweils die Gruppenphase, und Karlsson schaffte sogar den Sprung ins Halbfinale. Als vierter Spieler wird Anton Källberg (WR 88) beim Champions-League-Auftakt ins Borussia-Jersey schlüpfen. Bei dieser Spielstärke ist der Verzicht auf Achanta, der in seiner Heimat Indien weilt, kein Problem.

Auf dem Papier sind die Borussen favorisiert, von Sicherheit aber sind sie weit entfernt. "Wir haben direkt zu Beginn der Champions League einen starken Gegner", meint Boll. "Aber mit unserer Mannschaft müssen wir uns nicht verstecken."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Timo Boll ist wieder da


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.