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Lokalsport
Tischtennis ist seine Leidenschaft

Düsseldorf. Hans Wilhelm Gäb vollendet heute sein 80. Lebensjahr.

Beim Tischtennis-Bundesligisten Borussia Düsseldorf gibt es immer was zu feiern. Meist sind es Meisterschaften und Pokalsiege, manchmal der Sieg in der Champions League, am Sonntag war es der überraschend doch noch geglückte Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Heute aber wird etwas Einmaliges gefeiert: Der 80. Geburtstag von Hans Wilhelm Gäb. Der Verwaltungsrats-Vorsitzende der Borussia ist eine herausragende Persönlichkeit des Sports, aber auch der Auto-Industrie (u.a. Vorstand von Ford, Opel und General Motors).

Seine Leidenschaft aber war und ist Tischtennis. Er feierte schon als Spieler große Erfolge und gehörte zu den Besten seiner Lieblingsdisziplin, engagierte sich jedoch auch schon früh über die eigene sportliche Betätigung hinaus für den Sport.

Als Aktiver sammelte der Gäb von 1958 bis 1962 vier Titel bei den Deutschen Einzel-Meisterschaften und schrieb mit Borussia Geschichte, als er 1961 gemeinsam mit Heinz Nink, der am 11. März 85 Jahre alt wurde, Horst Terbeck, Walter Hafner, Horst Graef, Pit Weel und Bruno Fahl die erste von inzwischen 27 deutschen Meisterschaften gewann. Auch beim zweiten Triumph 1969 war die Borussia-Ikone dabei - an der Seite des damals neuen Spitzenspielers Eberhard Schöler. "Hans hat die Liebe zum Sport und zur Borussia nach seiner aktiven Zeit nie verloren. Er hat unseren Verein geprägt wie kein anderer", sagt Manager Andreas Preuß. "Ich bin bei ihm in die Lehre gegangen und habe sehr viel von ihm gelernt und frage ihn bei wichtigen Entscheidungen auch heute noch nach seiner Meinung, denn Hans ist neben meiner Frau mein einziger Chef."

Borussias heutige Nummer eins, Timo Boll, schwärmt von Gäb: "Hans hat unheimlich viel für das Tischtennis getan, egal ob es bei der Nationalmannschaft, bei Borussia oder für mich persönlich war. Er hat vielen Sponsoren unseren Sport schmackhaft gemacht, die Brücke zur Politik geschlagen und immer einen guten Rat."

"Er ist ein Mann mit Visionen, der für und durch seinen geliebten Sport lebt. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass Deutschland im Tischtennis-Sport zur absoluten Weltspitze gehört", unterstreicht Ex-Spieler Ralf Wosik. "Hans ist Tischtennis", sagt sein ehemaliger Mitspieler Heinz Nink.

Quelle: RP
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