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Lokalsport
Tischtennis-Nationalteam setzt auf Boll

Düsseldorf. Der Spitzenspieler des Rekordmeisters Borussia führt gemeinsam mit Dimitrij Ovtcharov bei der WM in Kuala Lumpur die deutsche Mannschaft an. Auch der Noch-Düsseldorfer Patrick Franziska steht im Kader.

Mit einem Zehner-Aufgebot fährt Deutschlands Tischtennis-Team zu den Mannschafts-Weltmeisterschaften nach Kuala Lumpur (28. Februar bis 6. März). Die zuständigen Bundestrainer haben in Abstimmung mit dem Sportdirektor die Maximalanzahl von je fünf Spielern nominiert. Deutschland ist bei den Herren an Position zwei, bei den Damen an Position sieben gesetzt.

Hinter den unangefochtenen Leadern Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll hat sich Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf für das Trio Ruwen Filus, Bastian Steger und Patrick Franziska entschieden. Damit sind in Boll und Franziska zwei aktuelle Bundesliga-Profis der Borussia dabei plus zwei ehemalige (Ovtcharov und Steger).

"Ruwen ist derzeit der drittbeste Deutsche in der Weltrangliste. Er kann mit seinem Spielsystem gerade Gegnern aus Asien gefährlich werden", erklärt Roßkopf. "Basti ist momentan in einer guten Form und bringt eine große Erfahrung mit. An ihm schätze ich vor allem seine Ruhe. Patrick Franziska hat - was mir wichtig ist - bei den großen Weltturnieren überzeugt, hat in Tokio 2014 eine starke Team-WM gespielt und stand im vergangenen Jahr im WM-Viertelfinale."

Für den 27-jährigen Abwehrspieler Filus vom TTC Fulda-Maberzell wird es die erste Teilnahme an einer Team-WM sein. 2011 in Rotterdam war der EM-Viertelfinalist bereits im Einzel dabei. In Ovtcharov, Boll, Filus, Steger und Franziska sind die in der Januar-Weltrangliste fünf bestplatzierten Spieler nominiert.

Den für die WM nicht berücksichtigten Assen Patrick Baum (Caen TT/ Frankreich) und Steffen Mengel (Bergneustadt) macht Roßkopf Mut. "Eine Nominierung ist immer sehr schwer zu treffen. Mittlerweile habe ich einen Kader von neun Spielern, die alle hohe Ziele haben. 2016 stehen mit WM, Olympia und der EM drei wichtige Turniere an. Das ist nur die Nominierung für die WM und muss im Hinblick auf Olympia oder die EM nichts heißen", sagt der Bundestrainer.

Das Jahr 2015 sei insgesamt kein gutes gewesen. "Die Spieler haben sich in der Weltrangliste eher verschlechtert. Das habe ich auch in den letzten Lehrgängen angesprochen. Trotzdem habe ich großes Vertrauen in alle, und wir greifen 2016 an", betont Roßkopf.

Die deutschen Herren, die bei den drei jüngsten Weltmeisterschaften in Moskau (2010), Dortmund (2012) und Tokio (2014) jeweils im Finale die Übermacht Chinas herausforderten, spielen bei der diesjährigen WM in der "Europa-Gruppe" B mit Schweden, Frankreich, England und Dänemark eine Mini-EM zum WM-Auftakt aus. Hinzu kommt Gastgeber Malaysia als Underdog.

Das internationale Leichtathletik-Hallenmeeting im Arena-Sportpark war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

Quelle: RP
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