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Lokalsport
Titelgewinn bei der Generalprobe

Düsseldorf. Drei Tage vor dem Leichtathletik-Meeting wird Inna Weit Westdeutsche Meisterin über 200 Meter. Von Christoph Zabkar

Im Arena Sportpark wird heute der rote Teppich ausgerollt. Um 17 Uhr heißt Düsseldorf wieder viel Leichtathletik-Prominenz zum PSD Meeting willkommen. Neben Titelverteidiger und Publikumsliebling Kim Collins (60 Meter) werden auch amtierende Weltmeister wie der Stabhochspringer Shawn Barber alias "Air Canada" versuchen, den 2000 Zuschauern mächtig einzuheizen.

Doch auch der Gastgeber hat drei Eisen im Feuer, wobei der Medienrummel zuletzt Düsseldorfs neuem Sprint-Sternchen Inna Weit galt. In der Vorbereitung rührte die 27-Jährige die Werbetrommel bei einem 60-Meter-Duell mit DEG-Spieler Alexander Preibisch. Darüber hinaus ist der Olympiahoffnung am Sonntag die Generalprobe geglückt, als sie über 200 Meter in 23,79 Sekunden Westdeutsche Meisterin wurde. Eigentlich war Weit auch für den Kurzsprint über 60 Meter favorisiert (p. B. 7,31 Sekunden), wollte ihre Kräfte jedoch für das heutigen Event aufsparen. Dadurch wird ihre Heimpremiere aber nur noch spannender. Schließlich werden sich Weits ehemalige Paderborner Teamkolleginnen Chantal Butzek (60 Meter in 7,40 Sekunden) und Janina Koelsch (7,43 Sekunden) ebenfalls an den Start begeben. Mit dem Doppelsieg bei den Westdeutschen Meisterschaften hat das Duo ebenfalls viel Selbstvertrauen getankt.

Im Zeichen des Sprints wird auch Joshua Koßmann die große Bühne betreten. Das 20-jährige Talent vom Turnerbund Hassels hatte überhaupt nicht mit einem Start gerechnet, doch seine Auftritte beim Adventsmeeting (7,13) und den Nordrheinmeisterschaften (7,09) blieben nicht unbemerkt. "Als mein Trainer Ralf Buchmann mir davon erzählt hat, war ich erstmal sehr irritiert, weil ich wusste, dass eigentlich keine Jugendlichen für das Hauptprogramm eingeladen werden. So eine Gelegenheit bietet sich nur ein einziges Mal im Leben", berichtet er. Zu einem der Stars blickt er dabei besonders auf: "Kim Collins fasziniert mich, denn er gehört immer noch zur Weltelite. Zudem freue ich mich auch auf Julian Reus, denn er macht den deutschen Sprint wieder sehenswert." Kossmann selbst hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Auftritt zu genießen und im Idealfall die "magische Sieben-Sekunden-Mauer" zu durchbrechen. Der dritte Starter im Bunde ist Toni Riediger, der unter der Obhut von Rhein-Marathoni André Pollmächer im Laufteam Düsseldorf trainiert. Beim Martinslauf über zehn Kilometer hatte der Blondschopf seinem Coach noch den Streckenrekord abgeluchst (31:37 Minuten) und sich zuletzt der 1500-Mittelstrecke gewidmet, auf der er in 3:54,55 Minuten die Nordrheinmeisterschaften gewann. Weitere lokale Talente im Vorprogramm sind Annkathrin Hoven und Judith Franzen (beide ART) sowie die 8x100-Meter-Staffel zwischen den Vereinen ASC, TV Angermund, SFD 75 und ART.

Quelle: RP
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