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Lokalsport
Torfestival ist Pflicht für Fortuna

Düsseldorf. Der Gegner der Handballerinnen holte bislang keinen Punkt, während die Düsseldorferinnen noch eine Restchance auf den Titel sehen. Herren-Oberligist ART möchte indes die Teilnahme an der neuen Nordrheinliga sichern. Von Michael Hinzmann

Mit 0:50 Punkten stehen die Handballerinnen des TV Biefang einsam am Tabellenende der Oberliga und schon seit längerem als Absteiger in die Verbandsliga fest. Deshalb beantwortet sich die Frage nach der Favoritenrolle im Vergleich mit dem Tabellenzweiten Fortuna (morgen, 12.30 Uhr, Graf-Recke-Straße) von allein. Auch Fortunas Co-Trainer Klaus Allnoch lässt keinen Zweifel daran, wer nach 60 Minuten als Sieger die Halle verlassen wird: "Die Maßgabe für das Spiel ist natürlich, es deutlich zu gewinnen." Zumal die Gastgeberinnen zwingend punkten müssen, um die ohnehin nur noch theoretische Chance zu wahren, an den letzten drei Spieltagen den Tabellenführer TV Aldekerk noch von der Spitze zu verdrängen.

Bereits in Oberhausen gab es für die Fortuna mit 33:18 einen klaren, zu keiner Zeit in Frage stehenden Sieg. Gegen Biefang sollen Spielerinnen, die bislang nicht so zum Zuge kamen, größere Spielanteile bekommen. Nicht dabei sein wird Katja Lena Otto. Wegen einer Fußverletzung will man kein Risiko eingehen und sie schonen.

Mit drei noch ausstehenden Spieltagen geht die Meisterschaft in der Handball-Oberliga der Herren nach der Osterferien-Pause auf die letzte Etappe der Saison. Dabei empfängt der ART als Sechster (heute, 18 Uhr, Graf-Recke-Straße) den Tabellenzweiten HSG Bergische Panther. "Im Hinspiel waren wir bei der 21:22-Niederlage nah dran, beide Punkte mit nach Hause zu nehmen. Wir werden wieder Gas geben und wollen die beiden Punkte unbedingt. Die letzten drei Spiele möchten wir siegreich gestalten, um noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle gutzumachen" - so legt ART-Trainer Dusko Bilanovic die Stoßrichtung für das Saisonfinale fest. Um sicher in der nächsten Spielzeit in der neugegründeten Nordrheinliga mit dabei zu sein, muss Rang sechs gegen den Verfolger VFB Homberg verteidigt werden, der nur zwei Punkte Rückstand hat. Für den Rather Tim Lipperson ist die Saison nach einer Schulter-Operation bereits beendet.

In der Landesliga hat die HSG Jahn/SC West als Achter heute den Siebten HSG Gerresheim (18 Uhr, Lewitstraße) zu Gast. Gleichwohl gehen die Oberkasseler mit gesundem Ehrgeiz in die Schlussphase der Saison. "Wir wollen aus den letzten fünf Spielen noch ein paar Punkte mitnehmen und natürlich gerne die Gerresheimer vom siebten Platz verdrängen. Die Vergleiche mit ihnen waren stets sehr enge umkämpfte Partien", berichtet Jahn/West-Trainer Markus Wölke. Das Hinspiel endete 23:23.

Damit könnte Gerresheims Trainer Ralf Müller auch dieses Mal gut leben, weil er mit einem Rumpfkader in Oberkassel antreten muss. Da Aushilfen aus der zweiten Mannschaft nicht in Sicht sind, hat er durch viele verletzungsbedingte Ausfälle nur sechs etatmäßige Feldspieler zur Verfügung. Um zumindest eine Alternative auf der Bank zu haben, wird Torhüter Tim Siegel ein Spieler-Trikot überstreifen. Entsprechend gering ist Müllers Erwartungshaltung: "Wir müssen schauen, ob wir über 60 Minuten durchhalten können. Jahn/West ist eindeutig in der Favoritenrolle."

Ganz entspannt geht hingegen Burkhard Räker, der Trainer der SG Unterrath, in den Vergleich mit dem Tabellenzweiten SG Tura Altendorf (heute, 18 Uhr, Franz-Rennefeld-Weg): "Das war mein Lieblingsspiel in der Hinrunde. Mit unserem 21:21 haben wir in der Liga für Furore gesorgt, weil wir damit dem damaligen Spitzenreiter den ersten Saisonpunkt abgenommen hatten." Als Neunter können die Unterrather heute ohne jeglichen Druck aufspielen, während ihre Gäste sich bei einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer MTG Horst Essen keinen Fehltritt im Aufstiegsrennen leisten können.

Selbstbewusst kann der ART II nach neun Siegen in Folge den Zehnten DJK GW Werden empfangen (heute, 15.45 Uhr, Graf-Recke-Straße). Deshalb wäre für den Rather Mannschaftsverantwortlichen Hajo Pfeiffer alles andere als eine Wiederholung des Hinspielsieges (32:30) eine Enttäuschung: "Unser Ziel ist es, die Serie auszubauen und noch auf Platz drei zu klettern." Dafür verstärken Jan Lenzen, Sebastian Thole, Philipp Steinhauer und Steffen Brinkhues (alle A-Jugendliche des Jahrgangs 1997) das Landesliga-Team dauerhaft.

Auch die Fortuna möchte beim Vorletzten SV Kettwig II unbedingt einen Sieg einfahren und damit Revanche für die 26:30-Niederlage in eigener Halle nehmen. "Das ist der Gegner, bei dem wir bis zum Saisonende am leichtesten punkten können", sagt Trainer Andreas Laschet. Neben den Langzeitverletzten Philipp Fuchs und Tobias Seegmüller wird er in Essen auch auf seinen Spielmacher Sönke Schmidt verzichten müssen.

Quelle: RP
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