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Lokalsport
Turu hat in Baumberg keine Chance

Düsseldorf. Der Fußball-Oberligist liefert einen peinlichen Auftritt ab. Der SC West gewinnt. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

SF Baumberg - Turu 3:0. In der vergangenen Woche lobte Turus Trainer Frank Zilles noch die kämpferische Leistung seines Teams gegen den FC Kray (1:0). Gleichzeitig mahnte er aber, "dass noch Struktur und Substanz" reinzubringen sei. In Baumberg war von der geforderten Besserung jedoch nichts zu sehen -das Gegenteil war der Fall.

Zumindest in der ersten Halbzeit ließen die Oberbilker fast alle Wünsche offen. Die 2:0-Führung der Hausherren schmeichelte den Gästen sogar noch. Bereits in der ersten halben Stunde hatten die Monheimer zwei Pfosten- und Lattenschüsse durch Robin Hömig zu verzeichnen. Doch erst ein Foulelfmeter brachte dem 24-Jährigen den Torerfolg. Zu diesem Zeitpunkt hatte Zilles schon alle Auswechselspieler zum Aufwärmen geschickt. Ein Warnsignal, das verpuffte.

Während Baumbergs Coach Salah El Halimi hinterher von den besten 45 Minuten seines Teams in dieser Saison sprach, zeigte die Reaktion seines Gegenübers die ganze Verärgerung über den Auftritt seiner Spieler. Nicht umsonst schöpfte er mit Beginn der zweiten Hälfte gleich sein komplettes Wechselkontingent aus. Tatsächlich wurde die Begegnung durch diese Maßnahme ausgeglichener, und Turu kam zu ersten Torchancen. Die beste hatte Saban Ferati, dessen Schuss nur an den Pfosten ging (64.).

Insgesamt blieb es aber dabei, dass es der Turu an Ideen mangelte, um richtig gefährlich zu werden. Die Quittung für den peinlichen Auftritt kassierten die Blau-Weißen von der Tribüne aus. "Die haben sich wohl für das Pokalspiel gegen den MSV geschont", meinte ein maßlos enttäuschter Turu-Fan.

SC West - SC Kapellen-Erft 3:2. Die Begegnung zwischen den beiden Oberligisten glich einem Duell zwischen zwei Boxern. Vor allem in der ersten Halbzeit lieferten sich die Kontrahenten einen Schlagabtausch mit offenem Visier. Erst in den zweiten 45 Minuten fiel die Entscheidung: Nach einer Ecke des starken Linksverteidigers Fabio Forster sorgte Torjäger Simon Deuß mit dem 3:2 am Ende für den K.o.-Treffer.

Kaum gab Schiedsrichter Alexander Busse die Partie frei, gelang den Oberkasselern bereits der erste Durchbruch. Nach handgestoppten 80 Sekunden bahnte sich Shunya Hashimoto seinen Weg durch die SCK-Deckung und schloss trocken ab. Beim Abpraller stand Deuß goldrichtig und sorgte für die Führung auf dem Punktezettel. "Wir hatten unheimliche Probleme auf der rechten Seite", gestand Gästecoach Antonio Molina, mit besonderem Verweis auf den wendigen Hashimoto.

Doch während der SC Kapellen mit dem torgefährlichen Japaner zu kämpfen hatte, bekam der SCW seinen Konterpart Jan Bresser zunächst ebenso wenig in den Griff. Durch einen Doppelpack brachte der 27-Jährige die Gelb-Schwarzen zwischenzeitlich in Front, ehe Hashimoto per Flachschuss das 2:2 markierte. Mit jeweils einem blauen Auge gingen die Kontrahenten in die Kabine und hatten dort einiges zu besprechen: "In der ersten Halbzeit waren die Abstände einfach zu groß, das konnten wir im weiteren Spielverlauf zum Glück abstellen", erklärte Forster und freute sich über den "Lucky Punch".

Es war nicht das erste Mal, dass die Düsseldorfer ihren Gegnern mit den einstudierten Standards den Knockout verpassten.

Quelle: RP
 
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