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Lokalsport
Turu hat noch Luft nach oben

Düsseldorf. Die Oberbilker Fußballer fahren heute zum Vorjahres-Sechsten VfR Fischeln. Von Manfred Johann

Turus Trainer Frank Zilles machte nach der erfolgreichen Heimpremiere gegen den VfB Hilden kein Hehl daraus, mit der Leistung seiner Fußball-Mannschaft über weite Strecken der Begegnung zufrieden gewesen zu sein. "Uns hat in der Schlussphase, als die Hildener auf den Ausgleich drängten, die Souveränität gefehlt", sagte er. Kritik gab es von ihm auch für die Entscheidung von Schiedsrichter Jan Oberdörster, Innenverteidiger Armin Pjetrovic die Ampelkarte zu zeigen. "Völlig unverständlich", nannte Zilles diese Entscheidung. Sein Gesamturteil nach den ersten 90 Minuten der Saison lautete: "Ganz gut, aber noch Luft nach oben."

In Zukunft dürfte Zilles noch wesentlich mehr Möglichkeiten haben. Zu den 17 Spielern, die ihm beim Saisonstart zur Verfügung standen, dürften nach und nach diejenigen nachrücken, die gegen Hilden noch wegen diverser Verletzungen fehlten. Saban Ferati (Patellasehne), Marcus Rychlik (Kreuzbandriss), Shkelzen Imeri (Schambein), Robert Norf (Fußbruch), Lukas Reitz (Syndesmoseband), Niklas Leven (Muskelverletztung) und Dominik Pulina (Kniescheibenbruch) werden sich über kurz oder lang für Einsätze anbieten. Im vorjährigen Stammspieler Nozomu Nonaka wurde ein später Rückkehrer bereits am Sonntag eingewechselt.

Der Konkurrenzkampf in seinem Kader, den Zilles dann als durchaus leistungssteigernd erwartet, wird durch eine weitere Verpflichtung vergrößert. Vereinspräsident Heinz Schneider teilte nach dem ersten Saisonspiel mit, dass ab sofort Lutz Radojewski zum Aufgebot der Oberbilker gehört. Der 24-Jährige defensive Mittelfeldspieler ist der Neffe von Ratingens Trainer Peter Radojewski und kommt mit der Referenz von über 60 Einsätzen in der Regionalliga Südwest nach Oberbilk (FC Homburg, Waldhof Mannheim). In der vergangenen Spielzeit lief er für den Oberligisten TuS Koblenz auf, kam auf 31 Einsätze und schaffte mit dem TuS den Aufstieg in die Regionalliga. Er gilt als zweikampfstarker Akteur.

Da Trainer Zilles seine Mannschaft wegen der Sperre von Pjetrovic in der heutigen Partie beim Vorjahressechsten VfR Krefeld-Fischeln (19.30 Uhr) umbauen muss, könnte Radojewski dort schon zu seinem ersten Einsatz bei der Turu kommen. Auf die Defensive der Düsseldorfer könnte dort viel Arbeit zukommen, denn das Team von Trainer Josef Cherfi bevorzugt temporeichen Kombinationsfußball und stellte im vergangenen Jahr mit 66 Toren den dritt-erfolgreichsten Angriff der Oberliga Niederrhein. Fünf davon erzielte es allein beim 5:3-Sieg im Hinspiel gegen Turu.

Quelle: RP
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