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Lokalsport
Turu muss Hombergs Abwehr knacken

Düsseldorf. Fußball-Oberligist trifft heute auf den Tabellen-14. und erwartet einen defensiv eingestellten Gegner. Von Manfred Johann

Turus Stammtorhüter Björn Nowicki hatte es vor dem Elfmeterschießen im jüngsten Pokalspiel geahnt: "Der Tayfun hält bestimmt einen. Der hat meine Handschuhe an." Er behielt Recht, sein Verteter im Tor des Fußball-Oberligisten, Tayfun Altin, war bis dahin 120 Minuten weitgehend beschäftigungslos geblieben und hielt tatsächlich einen Strafstoß des Gegners VfL Repelen.

Letztlich erreichte die Turu auch deshalb das Viertelfinale im Niederrheinpokal und geht zwar entsprechend müde, aber durchaus selbstbewusst in die heutige Oberliga-Begegnung gegen den VfL Homberg. Dabei treffen im Stadion an der Feuerbachstraße (19.30 Uhr) der Zwölfte und der Tabellen-14. aufeinander, die Spitze ist also für beide Teams recht weit entfernt. Nach den schweren Aufgaben gegen die Spitzenteams aus Velbert, Uerdingen und Schonnebeck möchte die Turu diesen Abstand jetzt in Spielen gegen vermutlich schwächere Gegner verringern. Doch der Aufsteiger aus Duisburg und sein Trainer Stefan Janßen stehen nach fünf Niederlagen in Folge unter Druck, werden sicherlich ähnlich wie Pokalgegner Repelen sehr defensiv spielen.

Entsprechend dürfte es auf das Selbstbewusstsein ankommen und die Geduld gegen eine massive Abwehr. Wovon auch Verteidiger Max Nadidai einiges beisteuern kann. Denn ebenso wichtig wie Altins Elfmeter-Parade war Nadidai Nervenstärke beim fünften Versuch der Oberbilker: Der 22-Jährige verwandelte den alles entscheidenden Strafstoß mit seinem starken linken Fuß gegen den Torhüter des Landesligisten flach in die linke Ecke. "Als Trainer Frank Zilles fragte, wer sich stark genug fühle zum Schießen, war ich mir absolut sicher, dass ich treffen werde", sagt Nadidai, der in der Jugend bei Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiß Essen Fußball gespielt hat und zuletzt nicht nur am Erfolg der ersten Turu-Mannschaft mitwirkte: Die von ihm mit Niklas Leven ehenamtlich trainierte C-Jugend der Turu verfehlte Aufstieg in die Niederrheinliga nur denkbar knapp. "Und jetzt steht meine Jugend wieder ungeschlagen nach vier Siegen und einem Unentschieden wieder an der Tabellenspitze ihrer Liga", sagt Nadidai. Mehr Selbstbewusstsein geht wohl kaum.

Quelle: RP
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