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Lokalsport
Turu nutzt ihre vielen Chancen nicht

Düsseldorf. Der Fußball-Oberligist kassiert gegen Mönchengladbach die zweite 0:1-Pleite in Folge. Derweil gelingt Tim Kosmala für den SC West ein perfektes Startelf-Comeback. Der zuletzt verletzte Innenverteidiger trifft zum 1:1 gegen den VfB Hilden. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

Turu - 1. FC M'gladbach 0:1. Wiedergutmachung hatten Turus Spieler vor der Partie versprochen. Davon war aber in der Begegnung mit dem Abstiegskandidaten nicht viel zu sehen. Vielmehr setzte es genau wie eine Woche zuvor gegen den SC West eine 0:1-Niederlage, die Trainer Frank Zilles wie folgt kommentierte: "Wir verkaufen im Moment Haus und Hof. So ziemlich alles, was in der Hinrunde bei uns gut war und uns in der Tabelle nach oben gebracht hatte, ist jetzt weg."

Die Gründe für die zweite Pleite in Folge begannen schon in den ersten 45 Minuten, als die Oberbilker fünf hundertprozentige Torchancen nicht verwerteten. Patrick Dertwinkel war dann der Letzte, dem der mögliche Führungstreffer gegen unterlegene Mönchengladbacher nicht glückte. Aus zehn Metern scheiterte er an FCM-Tormann Peter Dreßen. Gladbachs Trainer Stephan Houben hatte in der Pause offenbar die richtigen Worte gefunden, jedenfalls wurden die Gäste nach dem Seitenwechsel besser und hatten dann auch noch das nötige Glück zum entscheidenden Tor. In der 60. Minute senkte sich ein Freistoß aus dem Mittelfeld in den Strafraum. Mehrere Oberbilker Spieler fühlten sich für den frei liegenden Ball nicht verantwortlich, und der beste Mann der Gäste, Thorsten Lippold, setzte ihn unhaltbar ins Tor. Es war erst der dritte Schuss, den Turus Schlussmann Michael Bolvin auf sein Tor bekam - bezeichnend.

VfB Hilden - SC West 1:1. Lange musste SC-West-Spieler Tim Kosmala auf sein Startelf-Debüt im Jahr 2016 warten. Der 22-jährige Innenverteidiger hatte in der Winterpause mit einer Schambeinentzündung zu kämpfen. Sein Trainer Marcus John reagierte und holte Jusuf Kilic in den Düsseldorfer Westen, der seither zusammen mit Manuel Haber ein kompaktes Defensiv-Duo bildet. Nachdem Kosmala von John aber immer wieder mit Kurzeinsätzen an die Wettkampfhärte herangeführt wurde, durfte er gegen den VfB Hilden endlich wieder von Beginn an aufs Feld. Dort sollte er das Vertrauen seines Trainers auch zurückzahlen, indem er den VfB mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer auf einen direkten Abstiegsrang beförderte.

Zunächst sah es allerdings so aus, als würde der SCW in sein altes Schema verfallen: Nachdem ein großer Gegner besiegt wurde - in dem Fall waren es der Wuppertaler SV und Turu - folgt ein Ausrutscher gegen ein Team aus der unteren Tabellenregion. So brachte Jannik Weber die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung. Dass der SCW die Hildener trotzdem weiterhin auf Distanz hielt, verdankte er - wie eingangs erwähnt - Kosmala, der eine Freistoßflanke von Dennis Ordelheide mit der Außenseite elegant ins Tor beförderte.

"Wenn er fit ist, ist Kosmo unangefochtener Stammspieler. Ich bin froh, dass er zurück ist", kommentierte John zufrieden.

Quelle: RP
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