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Lokalsport
Tusa 06: Trainer Ramic geht und will noch Meister werden Wersten und Urdenbach landen wichtige Siege

Düsseldorf. Die Nachricht verbreitete sich rasch über das Internet. Nermin Ramic wird den Fußball-A-Ligisten Tusa 06 zum Saisonende verlassen, verkündete "Fußballszene Düsseldorf" zu Wochenbeginn. Laut der Facebook-Seite wolle sich der 39-jährige Trainer nach drei Jahren bei den Flehern künftig mehr der Familie widmen. Ramic wird bald zum dritten Mal Vater.

"Es waren drei schöne und lehrreiche Jahre bei Tusa", sagte Ramic gestern. Eine Zeit, die vor allem mit Erfolgen gepflastert waren. So formte er binnen kürzester Zeit eine schlagkräftige und homogene Truppe, die nach seiner ersten Amtszeit als Alleinverantwortlicher sensationell auf Platz vier landete. Ein Jahr später folgte die Vize-Meisterschaft.

Nun will Ramic zum Abschied den ganz großen Erfolg. "Wir wollen Meister werden, das ist das primäre Ziel", erklärte er. Das Thema Aufstieg nimmt er allerdings bewusst nicht in den Mund, schließlich müsste dafür erst noch das mögliche Relegationsspiel gegen den Staffelsieger aus der Parallelgruppe gewonnen werden.

Das ist jedoch noch Zukunftsmusik, erst einmal müssen die gegenwärtigen Aufgaben erledigt werden - und da erlebten die Rot-Weißen gestern gegen Schwarz-Weiß 06 II eine böse Überraschung. 2:3 verlor die Ramic-Elf gegen die Oberbilker, trotz zweimaliger Führung durch Björn Kienert und Tobias See. "Das war einfach nicht unser Tag heute", meinte der Coach nüchtern und bleibt, obwohl der Vorsprung auf Ratingen 04/19 II auf sechs Zähler geschmolzen ist, gelassen: "Wir haben noch alles in eigener Hand."

Die Kellerkinder Wersten und Urdenbach wehren sich gegen den drohenden Abstieg in die B-Klasse. Mit dem zweiten Sieg nach der Winterpause schöpften die Kreisliga-A-Fußballer von Wersten 04 erneut Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Dass der 4:2-Sieg zudem gegen die mitbedrohte Rhenania Hochdahl gelang, war äußerst wichtig. Trainer Alfred Glubisz war besonders von der ersten Halbzeit seines Teams begeistert. Nach der 3:1-Führung zur Pause geriet der Sieg noch einmal in Gefahr, als SVW-Torwart Arian Musa ein Eigentor unterlief (63.). Später rettete der 21-Jährige mit einer Glanzparade seinen Farben jedoch die Führung.

Die größte Überraschung des Spieltags gelang dem TSV Urdenbach, der gegen das Spitzenteam SF Gerresheim mit 4:1 gewann. "Ich verstehe den Fußball und meine Mannschaft bald nicht mehr", sagte Urdenbachs langjähriger Trainer Frank Lippold.

Er spielte damit auch auf die blamable Niederlage vor einer Woche gegen den Vorletzten Grafenberg an. "Und dann heute so eine Leistung", wunderte er sich selbst über den verdienten Erfolg über den Favoriten aus Gerresheim. Ein Extralob gab es für den A-Jugendlichen Andrej Kuyanow, der ihm in seinen zweiten Spiel bei den Senioren besonders gut gefallen hatte.

(mjo)
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