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Lokalsport
TV Angermund - erst siegen, dann feiern

Düsseldorf. Die Handballer sind trotz des bereits feststehenden Aufstiegs in die Verbandsliga auch am letzten Spieltag motiviert. Im Landesliga-Derby zwischen ART II und Fortuna geht es nur noch um die Ehre. Gerresheim kann wieder antreten. Von Michael Hinzmann

Nachdem man am vergangenen Wochenende bereits den Aufstieg in die Oberliga feiern durfte, geht es für die Verbandsliga-Handballer des TV Angermund gegen den LTV Wuppertal nun nur noch darum, für eine gute Grundstimmung beim anschließenden gemütlichen Saisonabschluss zu sorgen. "Wir wollen die Spielzeit nett ausklingen lassen. Das macht sich natürlich besser, wenn man gepunktet hat. Deshalb fahren wir durchaus motiviert nach Wuppertal", berichtet TVA-Trainer Ulrich Richter.

Im Bergischen erwartet die Gäste ein Gegner auf Augenhöhe, der momentan auf Rang sieben steht und von dem man sich im Hinspiel mit 22:22 unentschieden trennte. Obwohl drei Akteure fehlen werden, hat Richter eine schlagkräftige Truppe beisammen und kann beim LTV 14 Spieler aufbieten. Sicherlich genug für die Partie - und bei der anschließenden Feier einer erfolgreichen Saison werden sich auch die angeschlagenen Akteure gern dazugesellen.

14 einsatzfähige Spieler, das ist für den Landesligisten HSG Gerresheim eine Traumzahl. Nachdem er wegen verletzungs- und krankheitsbedingtem Personalmangels am vergangenen Wochenende die Partie gegen den ETB SW Essen hatte absagen musste, wird er bei der MTG Horst Essen aber auf jeden Fall auflaufen können. "Wir sind guter Dinge. Zwar ist die Mannschaft weiterhin stark dezimiert, gleichwohl werden wir in Horst zumindest zwei Wechselspieler haben", kündigt Trainer Ralf Müller an. Dort wird die Gerresheimer eine große Kulisse erwarten, da der Tabellenführer im Anschluss mit seinen Anhänger den bereits jetzt perfekten Aufstieg in die Verbandsliga feiern möchte.

Auch die HSG Jahn/SC West wird beim ETB SW Essen auf eine ausverkaufte Sporthalle und einen hochmotivierten Gegner treffen. Rein rechnerisch können die Gastgeber durch einen Sieg noch die SG Tura Altendorf von Rang zwei verdrängen und damit den direkten Aufstieg realisieren. Deshalb sind die Chancen der Oberkasseler, Revanche für die 21:29-Hinspielniederlage zu nehmen, nicht allzu groß. "Nach zuletzt 8:0 Punkten wollen wir am letzten Spieltag nochmal ein anständiges Spiel auf die Bühne bringen und den ETB ein wenig ärgern", sagt HSG-Trainer Markus Wölke.

Selbst wenn es dem ART II noch gelingen sollte, den ETB auf der Schlussgeraden von Platz drei zu verdrängen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde der Landesliga-Dritten berechtigt, würde es mit dem direkten Wiederaufstieg nichts werden. Da die Rather in der vergangenen Spielzeit freiwillig den Rückzug aus der Verbandsliga antraten, sind sie in dieser Saison für den Aufstieg und somit auch für die Relegation gesperrt. Deshalb ist das Lokalderby mit der Fortuna (heute, 14.30 Uhr, Graf-Recke-Straße) nur noch eine Frage der Ehre, bei der es gilt, die starke Vorstellung im Jahr 2016 mit dem 14. Sieg in Folge zu krönen. Auf Seiten der Fortuna hält sich angesichts des Ausfalls von fünf Stammspielern der Optimismus, den Rathern ein Bein stellen zu können, in engen Grenzen. "Wir können die personelle Situation nicht ändern, wollen aber auch unter diesen schlechten Gegebenheiten die Saison vernünftig zu Ende bringen", verspricht Fortunas Trainer Andreas Laschet.

Quelle: RP
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