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Lokalsport
TVKW tritt mit dem letzten Aufgebot an

Düsseldorf. Der Fußball-Oberligist verpflichtet vor dem Spiel gegen Meerbusch Tom Hirsch vom Wuppertaler SV. Der Stürmer ist jedoch erst im neuen Jahr spielberichtigt. Derweil haben die Turu und der SC West jeweils ein Heimspiel vor der Brust. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

TSV Meerbusch - TV Kalkum-Wittlaer. Der TVKW ist bekannt für seine eher defensive und auf Konter bedachte Spielweise. Um dieser Taktik gerecht zu werden, braucht es im Sturm einen eiskalten Vollstrecker, wie Christian Schuh einer ist. Wegen eines komplizierten Zehenbruchs fiel der Angreifer aber für den Großteil der Hinrunde aus. Für ihn sprang der erst 19-jährige Merveil Tekadiomona in die Bresche und machte seine Aufgabe außerordentlich gut. Mit drei Toren und drei Assists ist der quirlige Youngster in seinem ersten Seniorenjahr einer der Leistungsträger. Nun soll Tekadiomona vorne Unterstützung erhalten. Dafür wurde Tom Hirsch vom Wuppertaler SV verpflichtet. Nach 25 Spielen in der A-Junioren-Bundesliga (zwei Tore), feierte der ebenfalls 19-Jährige im September sein 15-minütiges Oberliga-Debüt gegen den KFC Uerdingen.

"Ich kenne Tom noch aus B-Jugend-Zeiten, als er zusammen mit Merveil in Unterrath gespielt hat. Nachdem ich von seiner Vertragsauflösung hörte, habe ich ihn sofort angerufen. Er ist ein Stürmer, der weiß, wo das Tor steht", erklärt TVKW-Coach Giuseppe Montalto. Morgen, im Spiel gegen den TSV Meerbusch, steht Hirsch dem personell gebeutelten TVKW allerdings noch nicht zur Verfügung (14.15 Uhr, Theodor-Mostertz-Sportanlage). "Er wird erst nach dem Jahreswechsel spielberechtigt sein. Wir fahren also mit einem derartig kleinen Haufen nach Meerbusch, dass man dem Gegner beinahe schon gratulieren kann", meint der Coach.

Turu - SC Kapellen-Erft. Frank Zilles musste nach dem 1:0-Sieg gegen den Wuppertaler SV viele Hände schütteln. Turus Trainer gab die Glückwünsche an seine Mannschaft weiter und sprach dabei seinen jüngeren Akteuren ein besonderes Lob aus: "Die Jungs haben das prima gemacht."

Mit 23 Jahren zählt auch Torhüter Björn Nowicki zu den jüngeren Spielern beim Tabellenvierten. Auch er hatte entscheidenden Anteil am Gewinn der drei Punkte. Bei mindestens sechs Torschüssen der Bergischen verhinderte er einen Gegentreffer und bewies bei seinen Paraden seine ungewöhnliche Sprungkraft. "Dafür habe ich schon seit Jahren extrem trainiert", erklärt der gebürtige Düsseldorfer und verweist auf seine für einen Keeper eher geringe Körpergröße von 1,83 Meter. Seit einem Jahr spielt er nun für die Oberbilker. Über die Sportfreunde Baumberg kam Nowicki 2014 mitten im Laufe der Saison zur Turu und hatte zunächst einen schweren Stand. Unübersehbare Mängel in der Strafraumbeherrschung ließen ihn zunächst nur zur Nummer zwei hinter Jonas Agen im Tor werden. "Auch dank des wöchentlichen Trainings mit Ex-Fortuna-Torhüter Dennis Prostka sind diese Probleme aber weg", sagt Nowicki selbstbewusst. Das hat natürlich auch Cheftrainer Zilles längst bemerkt und ihn in der der Hinrunde in allen 17 Begegnungen auf das Feld geschickt. Keine Frage, dass Nowicki auch morgen (15 Uhr, Feuerbachstraße) gegen den SC Kapellen-Erft wieder zwischen den Pfosten stehen wird.

SC West - RW Oberhausen II. "Jetzt müssen wir die Statistik halt zu unseren Gunsten verfälschen", sagte SC West-Trainer Marcus John bezüglich des knapp verpassten Hinrundenziels. Denn eigentlich hatte sich der Fußball-Oberligist vorgenommen, zur Saisonhälfte eine Ausbeute von 23 Punkten zu erreichen - 21 sind es geworden. Entsprechend wolle man nun die letzte Pflichtspielbegegnung des Jahres gegen Rot-Weiß Oberhausen II mit in die eigene Wertung nehmen.

Durch einen Sieg hätten die Düsseldorfer dann sogar 24 Zähler auf dem Konto (morgen, 14.15 Uhr, Schorlemerstraße). In Anbetracht des bisherigen Saisonverlaufs geht der Aufsteiger sogar als Favorit ins Geschehen. Denn während der SCW im Moment auf Rang zwölf der Tabelle verweilt, sind die "Kleeblätter" mit Platz 18 die Schießbude der Liga. Nur sieben Zähler und 46 Gegentore sind bezeichnend für eine schwache Hinrunde, aus der nun erste Konsequenzen gezogen wurden. So wird ab sofort der 102-fache Zweitliga-Akteur Mike Terranova den Trainerposten von Peter Kunkel übernehmen.

Quelle: RP
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