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Lokalsport
VfB Hilden überrennt den SC West

Düsseldorf. Das Nachbarschafts-Derby der Fußball-Oberliga ist bereits nach neun Minuten entschieden. Am Ende verlieren die Oberkasseler mit 1:4, während Turu aus Velbert einen Punkt mitbringt. Von Marvin Wibbeke

SC West - VfB Hilden 1:4. Unter der Woche konnte SC-West-Coach Marcus John noch keine genau Angabe dazu machen, wann die Spielberechtigung für Zugang Enes Düven vorliegen würde. Am Freitagabend trudelte diese dann noch bem Fußball-Oberligisten ein, so dass der Angreifer gegen den VfB Hilden zumindest im Kader stand. Er wurde in der 78. Minute beim Stand von 1:3 eingewechselt, konnte das Spiel jedoch auch nicht mehr in andere Bahnen lenken. Eine Minute nach dem 1:4 hatte er seine einzige Chance, doch sein Heber ging über den Kasten (84.).

Von der Bank aus musste er zuvor mit ansehen, wie seine Teamkollegen die Anfangsphase im kollektiven Tiefschlaf verbrachten. Von der Heimstärke und der geordneten Defensive, aus der die Oberkasseler agieren wollten, fehlte jede Spur. Bereits nach 40 Sekunden hatte Jannik Weber den Ball im Tor des SC West untergebracht. Auch John konnte nicht glauben, was seine Spieler in den ersten Minuten anboten. Nach einem katastrophalen Ballverlust von Spielführer Christoph Zilgens in der Vorwärtsbewegung stürmte Park Il-Kwon frei auf Torhüter Sebastian Siebenbach zu und traf zum 0:2 (4.). Wer dachte, dass der SC West spätestens jetzt aufwachen würde, sah sich getäuscht. Nur fünf Minuten später musste Siebenbach erneut hinter sich greifen. Patrick Percoco kam frei zum Kopfball, drückte das Leder über die Linie und machte so den SCW-Horrorstart perfekt.

"Ich dachte, ich hätte meine Jungs gut auf den Gegner eingestellt, doch die Anfangsminuten haben etwas anderes gezeigt. So haben wir das Spiel gegen einen Gegner, den wir eigentlich auf Augenhöhe gesehen haben, bereits in den ersten zehn Minuten verloren", sagte John auch selbstkritisch.

Der SC West stabilisierte sich nach dem desaströsen Beginn zwar nach und nach, von kontrolliertem Spielaufbau waren die Gastgeber aber weit entfernt. Die Gäste stellten die Düsseldorfer bereits am eigenen Strafraum zu, so dass kaum eine Entfaltungsmöglichkeit blieb. So agierte der SC West vornehmlich mit langen Bällen, die die sicher stehende Hintermannschaft des VfB Hilden allerdings vor keine großen Probleme stellte.

Das 1:3 durch Shunya Hashimoto fiel aus dem Nichts. Nach der Pause spielte West offensiver, ohne jedoch wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Johns Team hatte sogar noch Glück, dass Hilden nur noch eine Chance durch Pascal Weber nutzte. Sonst hätte es ein noch viel bitterer Nachmittag werden können.

SSVg Velbert - Turu 0:0. Im zweiten Duell mit einer Spitzenmannschaft binnen einer Woche blieb Turu gegen die SSVg Velbert zwar wieder ohne eigenen Treffer, doch das Team von Frank Zilles trotzte dem Regionalliga-Absteiger ein Remis ab. Die Zielsetzung, etwas Zählbares aus Velbert mitzunehmen, haben die Düsseldorfer erfüllt. "Wir wollten punkten, daher müssen wir mit dem Resultat zufrieden sein. Vor dem Spiel hätte ich das auch so unterschrieben, im Nachhinein muss man aber sagen, dass auch ein Sieg dringewesen wäre", haderte Zilles.

Damit spielt er auf die Torchancen an, die sich die Turu erspielte, doch letzten Endes nicht nutzen konnte. Robert Norf wurde im letzten Moment abgeblockt (9.), der Distanzschuss von Spielführer Philip Lehnert ging am Tor vorbei (15.). "Mit einer etwas konsequenteren Spielweise in den entscheidenden Situationen hätten wir durchaus in der ein oder anderen Szene einen Treffer erzielen können", meinte Zilles. Dass sein Team nicht als Verlierer vom Platz gehen musste, ist dem gut agierenden Schlussmann Bjoern Nowicki zu verdanken. Mehrfach musste er sein Team vor dem Rückstand bewahren. Die größte Chance, die er vereitelte, war der Strafstoß von Christian Schlösser kurz vor der Pause.

Quelle: RP
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