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Lokalsport
VfL Benrath darf weiter vom Klassenerhalt träumen

Düsseldorf. "Wunder gibt es immer wieder", hat Katja Ebstein vor knapp einem halben Jahrhundert im Rahmen des Eurovision Song Contest gesungen und ist mit der Single sogar bis auf Platz 16 in den deutschen Charts geklettert. Ob dieser Titel derzeit auch das ein oder andere Mal in der Kabine des Fußball-Landesligisten VfL Benrath abgespielt wird, ist nicht überliefert - aber doch eher unwahrscheinlich. Von Tobias Dinkelborg

Nur eines ist wie in Stein gemeißelt: Nichts beschreibt die sportliche Lage der Schlossstädter wohl besser als eben jenes Lied. Noch ist es zwar ein weiter Weg bis zum Klassenerhalt, allerdings arbeitet der VfL gerade maximal erfolgreich an einem solchen, lange Zeit nicht für möglich gehaltenen Wunder. Auch, oder gerade aufgrund des 3:2-Erfolges gegen die Zweitvertretung des TSV Meerbusch am Samstag.

Denn durch diesen Sieg ist der Rückstand des Tabellenvorletzten auf den Relegationsplatz erheblich abgeschmolzen - und auch der Trend spricht für das Team von Trainer Frank Stoffels. Insgesamt sieben Punkte sind aus den vergangenen drei Partien herausgekommen, eine mehr als beachtliche Bilanz.

Trotzdem fürchtet Coach Stoffels um seine Haare, auf humoristische Art und Weise. "Sie werden immer weniger", witzelte der 52-Jährige nach dem hart erkämpften, aber verdienten Triumph über die Meerbuscher und spielt damit auch auf die nervenaufreibende Enge der Partie an. Überhaupt war es nur einem eindrucksvollen Kraftakt zu verdanken, dass die Benrather am Ende den Sieg über die Zeit brachten. Nach einer halben Stunde lagen die Schlossstädter schon mit zwei Toren zurück. "Da haben wir einfach geschlafen", konstatierte Trainer Stoffels, konnte darüber jedoch hinwegsehen. Denn mit dem Anschlusstreffer von Damir Bajrektarevic begann die Aufholjagd, die Yannick Krohn per Foulelfmeter und Mohamed Achouird Fatni in der zweiten Hälfte veredelten.

Dass daraus der zweite Erfolg in Serie resultierte, freute besonders Mario Stoffels. "Überragend, so etwas haben wir lange nicht mehr erlebt", sagte der Sohn des Trainers, der eine bärenstarke Partie absolviert hatte. Seine Teamkameraden standen ihm darin jedoch nur unwesentlich nach und können weiter vom Wunder träumen. Denn die gibt es ja immer wieder.

Quelle: RP
 
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