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Lokalsport
Vikings bei Heimpremiere unter Druck

Düsseldorf. Der Handball-Zweitligist empfängt morgen um 19 Uhr im Castello die HSG Konstanz. Wirtschaftlich ist der erste Coup bereits geglückt, denn in Rheinmetall wurde ein prominenter Hauptsponsor gewonnen. Von Thomas Schulze

Der HC Rhein Vikings hat in seiner kurzen Zeit schon vieles erlebt. Es gab das Saisoneröffnungsspiel gegen den THW Kiel vor 3300 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Castello, aber auch die Pokalniederlage gegen den SC Magdeburg vor nur 330 Anhängern an selber Stätte. Nach diesen beiden extremen Ausschlägen zwischen Euphorie und Tristesse muss das Pendel zur Mitte finden. Den Auftakt macht dabei die Heimpremiere in der zweiten Liga gegen die HSG Konstanz morgen um 19 Uhr im Castello.

Was für die Zuschauerzahlen gilt, trifft auch auf den sportlichen Bereich zu. Zum Auftakt gab es in Bietigheim eine krachende 20:30-Niederlage. "Da hatten wir einen schlechten Tag", sagt Trainer Ceven Klatt. "Da haben wir es an Bereitschaft und Aggressivität missen lassen. Aber nach einem Spiel werde ich nicht den Stab über die Mannschaft brechen, ebenso wie ich nach einem Sieg nicht in Euphorie verfallen werde. Das war ein schwarzer Tag. Am Samstag wird sie ein anderes Gesicht zeigen."

Dass die Vikings in der zweiten Liga nicht konkurrenzfähig sind, diese Befürchtung hat Klatt nicht. "Bietigheim war nicht so stark, sondern es lag an uns", sagt er. "Aber ich verliere lieber einmal mit zehn Toren Unterschied als dreimal mit einem."

Gegner Konstanz ist ebenfalls mit einer Niederlage gestartet, was den Druck auf beide Mannschaften erhöht. Das leugnet Klatt nicht: "Zumal wir dann nächste Woche nach Balingen zum Bundesliga-Absteiger fahren, wo wir nicht unbedingt einen Sieg einplanen können." Natürlich hat der Coach den Gegner beobachtet: "Das ist eine kampfstarke Mannschaft mit einem guten Torhüter." Er glaubt aber ein Rezept gefunden zu haben, um das erste Heimspiel erfolgreich zu gestalten: "Wir wollen eine starke Abwehrleistung zeigen und ein gutes Umschaltspiel. Wenn wir gegen Konstanz nicht mehr als 24, 25 Tore kassieren, dann sollten wir das Spiel gewinnen." Dabei vertraut Klatt auch auf seine hervorragenden Außen, die entsprechend eingesetzt werden sollen.

Rückraumspieler Andreas Bornemann, der aus Münster kam, beurteilt die Lage vor der Heimpremiere ähnlich. "Der Liga-Start war nicht wie erhofft", sagt er. "Wir haben diese Woche hart trainiert und wollen gegen Konstanz gewinnen. Wir Spieler wissen, dass das erste Heimspiel in der Regel nicht verloren wird."

700 Zuschauer erwartet Manager Rene Witte. Während die Vikings die Handballfreunde in der Region noch für sich gewinnen müssen, ist ihnen im wirtschaftlichen Bereich bereits ein Coup gelungen: Auf dem Trikot prangt Rheinmetall. "Wir wollen das vielversprechende Team in der Profi-Klasse wirksam unterstützen", sagt der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger. "Wir unterstreichen damit unsere Verbindung zu den Standorten Düsseldorf und Neuss."

Quelle: RP
 
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