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Lokalsport
Von Dellingshausen zeigt im Duell Nervenstärke

Düsseldorf. Der Golfer vom GC Hubbelrath wurde Deutscher Meister im "Matchplay"-Wettbewerb. Zum zweiten Mal nach dem Sieg 2013. Von Tino Hermanns

Im Jahr 2000 trällerte eine gewisse Britney Spears "Oops. I did it again" und stürmte damit auch die deutschen Charts. "Ich bin kein Britney Spears-Fan, aber das Motto finde ich gut", sagt Golfer Nicolai von Dellingshausen (GC Hubbelrath). Denn genau an dieses Motto hat sich der 23-Jährige gehalten. Nach 2013 sicherte sich der Düsseldorfer erneut die deutsche "Matchplay"-Meisterschaft. "Der Sieg bedeutet mir eine ganze Menge. Es ist schwierig, das in Worte zu fassen, weil ich das im Moment noch nicht richtig greifen kann."

Beim Golf-Matchplay geht es nicht darum, wer am Ende der 18 Spielbahnen die wenigsten Schläge benötigt hat, sondern darum, im direkten Vergleich mit einem Gegner pro Spielbahn die niedrigere Schlaganzahl zu spielen und damit das Loch zu gewinnen. Wer am Ende die meisten Löcher für sich entschieden hat, hat das "Matchplay" gewonnen. Und genau das kann von Dellingshausen aufgrund seiner Nervenstärke, Gelassenheit und hohem spielerischen Niveau besonders gut.

Wobei er sich bei den Titelkämpfen im Frankfurter GC diesmal selbst überraschte. "Ich hatte mit meinem Umzug viel zu tun und habe wenig trainieren können. Am Vorabend der Meisterschaft habe ich noch Kisten gepackt und war ganz schön kaputt." Davon war auf dem Platz aber nichts zu merken. Der spätere Titelträger gewann zwei seiner drei Vorrundenspiele, darunter das gegen Clubkamerad Mehles. Von Marcel Rauch (GC Stolper Heide) trennte sich von Dellingshausen mit einem Unentschieden. Damit hatte er die Gruppe gewonnen, Mehles wurde Zweiter.

Im Viertelfinale setzte sich der Düsseldorfer vorzeitig gegen Malte von Blankenfeld (GC Rheinhessen Wißberg) durch. "Malte hat sehr konstant gespielt. Ich lag auch mal zurück. Von den letzten fünf Bahnen habe ich aber drei gewonnen und die Partie gedreht", sagt von Dellingshausen. Zufrieden war der Sieger aber nicht. Also ging er zur "Driving Range" und arbeitete eine Stunde konsequent an den langen Schlägen. Das hob sein Spiel auf ein anderes Niveau. Zum Glück, denn im Halbfinale gegen Marc Alexander Hammer (GC Mannheim-Viernheim) waren exzellentes Golf und Nerven aus Stahl nötig. Spannend, abwechslungsreich, emotional ging es über insgesamt 19 Löcher. "Solche Duelle machen extrem viel Spaß und für solche Spiele trainiert man." Das Finale war erreicht, Niklas Adank (Hamburger GC) wartete. Und erneut musste der Hubbelrather volle Leistung und Nervenstärke zeigen. Nach fünf Spielbahnen lag er noch zurück, gewann am Ende trotzdem.

Clubkamerad Max Mehles wurdeletztlich 13., bei den Damen wurde Samantha Krug Fünfte, Anna-Theresa Rottluff (beide GCH) landete wie Mehles auf dem 13. Rang.

Quelle: RP
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