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Lokalsport
Wallach Mighty Mouse trumpft noch einmal groß auf

Düsseldorf. Beim Galopp-Auftakt auf dem Grafenberg gibt es aber auch Sieger mit Perspektiven wie Lips Planet und Dschingis Secret. Von Daniel Delius

Wer gewinnt, hat immer Recht. "Warum seid ihr eigentlich angetreten, es war doch klar, dass meiner gewinnt", flachste Axel Bellinghausen seine Mannschaftskameraden in dem Moment, als die Pferde im Hauptereignis der Saisoneröffnung in Grafenberg am Samstag das Ziel passierten. Der Wallach Mighty Mouse hatte gewonnen, ein Pferd, über das Bellinghausen am traditionellen Fortuna-Renntag die Patenschaft übernommen hatte.

Und so stand anschließend bei der üblichen Siegerehrung nicht nur der Vierbeiner im Blickpunkt, sondern auch der Bundesligaprofi. Wie überhaupt an diesem Tag viele der 5.000 Zuschauer den Weg zur Rennbahn auf dem Grafenberg auch gefunden haben dürften, weil es zahlreiche Aktionen rund um den Fußball-Zweitligisten gab und auch viele Protagonisten vor Ort waren. Zum ersten Mal seit Beginn der Kooperation zwischen Renn- und Fußballverein stimmte auch das Wetter, was für den Besuch natürlich förderlich war.

Mighty Mouse, mit seinen acht Jahren fast schon ein Veteran der Rennbahn, war keineswegs eine Überraschung im wichtigsten Rennen des Tages. "Genügend Klasse hat er schon", kommentierte Trainerin Annika Rosenbaum den Sieg. "Aber bei ihm muss halt auch die Gesundheit mitspielen. Er hat zwischenzeitlich mal lange aussetzen müssen." Nur drei Pferde trainiert Rosenbaum in Warendorf. Nach einem schweren Sturz hatte sie ihre Jockey-Karriere beenden müssen. Ein erster Versuch im Trainerlager verlief wenig glücklich, inzwischen arbeitet sie noch zusätzlich in einer Reha-Praxis. Für Mighty Mouse, der von dem vierfachen Deutschen Meister Eduardo Pedroza exzellent geritten wurde, wird es so viele Starts nicht mehr geben. "Drei, vier noch", meinte Besitzer Udo Rattay, "dann holen wir ihn nach Hause. Er ist halt nicht mehr der Jüngste."

Weniger erfreut konnte Rennvereins-Vize Albrecht Woeste das Ergebnis des Rennens zur Kenntnis nehmen, denn der in seinem Mitbesitz stehende Notre Same, der sogar als Favorit angetreten war, trudelte nur als Letzter über die Ziellinie.

Sieger mit Perspektiven gab es dagegen in den Rennen für die dreijährigen Pferde. Gleich zu Beginn gewann Lips Planet das Rennen für die Stuten und Trainer Andreas Löwe aus Köln nannte anschließend die "1000 Guineas", den Stutenklassiker Anfang Mai in Grafenberg, als nächstes Ziel für sie.

Noch höher sind die Erwartungen bei dem Hengst Dschingis Secret, der ein 2200-Meter-Rennen für sich entscheiden konnte. "Wir haben mit ihm durchaus das Derby im Auge", sagte Trainer Markus Klug. Besitzer des Pferdes ist Horst Pudwill, Chairman einer der größten Unternehmen für Elektrowerkzeuge weltweit mit Sitz in Hong Kong. Zehn Pferde trainiert Klug für ihn, "gesprochen habe ich noch nie ein Wort mit ihm, das geht alles über seine Beauftragten", sagt der Trainer. Auch so kann man sich Rennpferde halten.

Quelle: RP
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