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Lokalsport
Warum Hirte Fortuna den Rücken kehrt

Düsseldorf. Der scheidende Nachwuchschef der Flingerner schließt ein Trainer-Engagement nicht aus.

Die Entscheidung fiel im Urlaub, vielleicht auch schon ein wenig früher. Jedenfalls fiel Markus Hirte der Schritt, seinen Posten als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Fortuna zum 30. Juni zu räumen, keineswegs leicht.

"Man denkt lange über so eine Entscheidung nach", räumt Hirte im Gespräch mit unserer Redaktion ein. "Damals stand ich beim Berliner Fußballverband vor einer ähnlichen Situation. Ich habe dann einen Entschluss für mich getroffen, der goldrichtig war. Ich hoffe, das ist auch diesmal der Fall." Der Wunsch, nach fast sieben Jahren als Nachwuchschef des größten Düsseldorfer Fußballvereins noch mal etwas Neues auszuprobieren, war letztlich einfach größer.

Allerdings schließt der 53-Jährige aus, in Zukunft eine ähnliche Anstellung bei einem anderen Verein anzunehmen: "Ich werde wohl nicht mehr in einem NLZ auftreten." Auf die faule Haut legen will sich Hirte jedoch auch nicht. So soll es bereits Gespräche über mögliche neue Projekte gegeben haben, Konkretes sei dabei aber noch nicht herumgekommen, betont er. Auch ein Engagement als Trainer könnte sich der lizenzierte Fußballlehrer durchaus vorstellen, wobei er einschränkt: "Mit meiner Vita könnte es schwierig werden, noch einmal eine gestandene Männermannschaft zu übernehmen." Dabei lieferte Hirte bei seinen zwei Interimsjobs bei Fortunas U17 und U23 den Nachweis, dass er eine Mannschaft zum Erfolg führen kann. So stieg er 2014 mit den B-Junioren in die Bundesliga auf und sicherte im vergangenen Jahr zusammen mit Mathias Jack den Klassenerhalt der Zweitvertretung in der Regionalliga West.

In knapp zweieinhalb Monaten endet nun Hirtes Amtszeit, ehe Taskin Aksoy und Kevin Ameskamp die Geschicke des NLZ übernehmen. Bevor es aber soweit ist, stehen noch einige Termine an. So etwa diverse Vertragsgespräche mit den Juniorentrainern der Flingerner.

Während in diesem Bereich größtenteils schon alles geklärt ist, gibt es bei U19-Coach Sinisa Suker noch Gesprächsbedarf. "Da denkt man aktuell über eine hauptamtliche Tätigkeit nach", verrät Hirte. "Allerdings kommt es in diesem Fall auch darauf an, wo der Verein am Ende steht." Sportdirektor Rachid Azzouzi kümmert sich federführend um diese Personalie. Hirte selbst bereitet dann schon seinen Abschied vor.

(lonn)
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