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Lokalsport
Weiler bringt das gewisse Etwas mit

Düsseldorf. Der Zugang des Fußball-Regionalligisten Fortuna II ist ein selbstbewusster Typ. Von Maximilian Lonn

Wer Rico Weiler zum ersten Mal begegnet, wird diesen Moment wohl nicht so schnell vergessen - und das nicht nur aufgrund der imposanten Statur des 26-jährigen Muskelpakets. Vielmehr ist es sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, das nachhaltig Eindruck schindet.

Eine Eigenschaft, die seinen neuen Teamkollegen von Fortunas Zweitvertretung in den vergangenen Wochen ein wenig abhanden gekommen ist. Abgesehen von den Führungsspielern Christian Weber, Tobias Lippold und Leander Goralski wirkte der Rest der (sehr jungen) Mannschaft zuletzt viel zu brav.

Durch Weiler soll sich das nun ändern. Denn der Defensivspezialist bringt für sein Alter nicht nur jede Menge Erfahrung (200 Regionalligaspiele), sondern auch eine gewisse Siegermentalität mit. "Ich bin ein sehr schlechter Verlierer", gesteht er. "Wenn ich spiele, will ich eigentlich immer gewinnen, das gilt auch für die Trainingsspiele." In denen möchte Weiler auch als Vorbild dienen. "Ich habe insgesamt vier Jahre für Leverkusen und Bochum in einer U23 gespielt und konnte mir von Spielern wie Markus Happe und Dimitrios Grammozis einiges abschauen", erzählt er. "Ich war immer wissbegierig, was die älteren Spieler betrifft." In Düsseldorf bildet er nun zusammen mit Kapitän Weber (33) das erfahrene Duett.

Dass Weiler überhaupt zu jenem Verein zurückkehrte, für den er bereits bis zur A-Jugend die Schuhe schnürte, ist dem Zufall geschuldet. Vor zwei Wochen besuchte der damals noch vereinslose Innenverteidiger zusammen mit seinem früheren Teamkollegen von Rot Weiss Ahlen, Rouven Meschede, die Partie der Ahlener gegen Fortunas U23 am Flinger Broich. Nach dem Spiel traf er dann plötzlich auf Goran Vucic. Der ehemalige Coach der "Zwoten" und heutige Scout der Fortuna erkannte den ehemaligen Jugendspieler sofort und verwickelte ihn in ein Gespräch. Zuerst wollte ihm Vucic ein Probetraining bei einem anderen Verein organisieren, doch Weiler hatte ein andere Idee: "Ich habe ihn gefragt, ob er mal mit Taskin Aksoy sprechen könnte."

Gesagt, getan. Nur wenig später erhielt er vom jetzigen U23-Trainer die Einladung zum Probetraining. Der Rest ist Geschichte. Nach nur wenigen Einheiten erhielt er einen Vertrag, beim darauffolgenden Ligaspiel beim SC Verl (0:2) saß er bereits auf der Bank und kam zu einem Kurzeinsatz. Nun geht es für Weiler heute (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) mit dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen weiter. Vielleicht ja diesmal von Beginn an.

Das nötige Selbstvertrauen dafür bringt er schließlich mit.

Quelle: RP
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