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Lokalsport
Weit sprintet zur Saisonbestleistung

Düsseldorf. Beim PSD Meeting überzeugt auch der Düsseldorfer Debütant Joshua Koßmann vor 2000 Zuschauern mit einem Blitzstart. Der Kenianer Elijah Manangoi brilliert über 1500 Meter mit Weltjahresbestleistung. Von Christoph Zabkar

Für ihren ersten Heimauftritt im Trikot des ART hätte Düsseldorfs neue Sprinthoffnung Inna Weit wohl kaum eine größere Bühne wählen können, als das PSD Meeting im Arena Sportpark. Wie ein roter Teppich erstreckte sich die rote Tartanbahn zu den Füßen der 200 Leichtathleten aus insgesamt 39 Nationen, darunter zahlreiche Welt- und Europameister sowie Kandidaten, die bei Olympia schon auf dem Treppchen standen. Und dort will Weit in diesem Jahr als Mitglied der 4x200-Meter-Staffel hin: Rio 2016. Der fünftbeste Hallenwettkampf der Welt bot ihr dabei die Möglichkeit, sich ein erstes Mal zu präsentieren.

Es dauerte auch nicht lange, da stand die zweifache deutsche Meistern über 200 Meter ein erstes Mal im Fokus der vielen Fernsehkameras. Begleitet von Blitzlichtgewitter und tosendem Applaus führte Weit das prominente Feld der acht auserwählten Starathleten des Events an. Dort stand sie dann in einer Reihe mit Weltmeistern wie Kim Collins (Sprint) und Shawn Barber (Stabhochsprung). "Es ist einfach super in einer neuen Stadt zu starten und so herzlich empfangen zu werden", sagte die 27-Jährige mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Zur guten Laune trug auch das erreichte Ziel von einer neuen Saisonbestleistung bei. In guten 7,42 Sekunden wurde sie Vierte ihres Vorlaufs und verpasste das Finale als beste Deutsche denkbar knapp. "Ich hätte gerne noch einen weiteren Lauf gehabt, aber habe den Auftritt sehr genossen", sagte sie.

Ähnlich positiv fiel das Fazit des Debütanten Joshua Koßmann aus. Der 20-jährige Überraschungskandidat vom Turnerbund Hassels erwischte in einem Lauf mit Silbermedaillengewinner (WM 2013) Michael Rodgers einen echten Blitzstart und wies in der Riege der Weltelite mit 0,102 Sekunden sogar die schnellste Reaktionszeit aus dem Block auf. "Es ist unglaublich laut in der Halle, aber ich konnte mich sehr gut konzentrieren. Mit den 7,07 Sekunden bin ich zufrieden", resümierte der 14. der Gesamtwertung.

Getragen vom Düsseldorfer Publikum kämpfte sich zudem Toni Riediger zu neuer Bestleistung. Der ART-Athlet steigerte sich im B-Lauf über 1500 Meter um mehr als sechs Sekunden und wurde in 3:48,36 Minuten überraschend Vierter. "Ich habe das geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Das ist ein weiterer Fortschritt", sagte der 22-Jährige.

Während der Luxemburger Charles Grethen den B-Lauf in 3:45,05 Minuten gewann, gab es im A-Lauf eine Demonstration von Elijah Manangoi zu sehen. Der Kenianer streckte zurecht die Finger in die Höhe, denn seine 3:39,77 Minuten bedeuteten Weltjahresbestleistung.

Quelle: RP
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