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Lokalsport
Weit wartet auf den Durchbruch

Düsseldorf. ART-Coach Sven Timmermann nimmt der Ausnahmeathletin den Druck. Von Christoph Zabkar

23,20 Sekunden - das ist die Zeit, mit der sich ART-Sprinterin Inna Weit für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren würde. Beim MTG Sprint- und Laufmeeting in Mannheim startete die 27-Jährige den nächsten Versuch, um ihren Traum zu ermöglichen, doch die Umstände vor Ort machten das ohnehin schwierige Unterfangen noch komplizierter. Dabei war die Vorlaufszeit über 100 Meter (11,52 Sekunden, Saisonbestleistung) zum Einstieg vielversprechend. Anschließend verzögerte sich aber der Wettbewerb bis in den späten Abend hinein, sodass einige Athleten noch im Dunkeln ihre Rennen bestreiten mussten.

"Es wurden sogar Autos auf die Anlage gefahren, um die Bahn mit genügend Licht zu versorgen", berichtet Sven Timmermann. Der Trainer, der an den zahlreichen Sprinterfolgen des Vereins maßgeblich beteiligt ist, wusste, dass unter den Bedingungen keine Olympiazeit mehr möglich sein wird. Dennoch ging Weit an den Start, und angesichts der Umstände war Timmermann mit den 23,76 Sekunden und dem damit verbundenen zweiten Platz zufrieden. Nichtsdestotrotz rücken die großen Spiele immer näher, und wenn Weit noch auf den Zug der deutschen Staffelstarter aufspringen will, muss der Durchbruch allmählich folgen.

Der Nominierungszeitraum läuft noch bis zum 11. Juli. Eine weitere Chance besteht bei den Deutschen Meisterschaften (18./19. Juni) in Kassel. "Wir hoffen, dass die Bedingungen dort passen, denn ich bin überzeugt, dass Inna die Norm laufen kann", sagt Timmermann. Allerdings solle sie sich keinen allzu großen Druck auflasten, weil der unbändige Wille sonst zur Blockade werde. Genau deswegen betont er noch einmal den Stellenwert der Ausnahmesprinterin für den ART: "Inna ist grundsätzlich eine sehr wertvolle Athletin für den Verein, nicht nur, weil sie das Potenzial für die Olympischen Spiele mitbringt.

Natürlich wäre Rio die Krönung, aber andernfalls ginge die Welt auch nicht unter - ich bin da ganz relaxed." Mit Selbstvertrauen und Lockerheit will das Team die Norm attackieren.

Quelle: RP
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