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Lokalsport
Zehnte Panther-Pleite im elften Spiel

Düsseldorf. Football-Erstligist geht gegen den haushohen Favoriten Braunschweig mit 0:56 unter. Von Manfred Johann

An Spielmacher Manuel Engelmann lag es wirklich nicht, dass die Footballer der Düsseldorf Panther im elften Spiel der diesjährigen GFL-Saison ihre zehnte Niederlage einstecken mussten, Auch diese fiel mit dem 0:56 (0:35) mehr als deutlich aus. Der aus der eigenen Jugend der Düsseldorfer kommende Quarterback stemmte sich trotzdem vom Anpfiff an gegen den übermächtigen Deutschen Meister und Eurobowl-Sieger Braunschweig Lions. Obwohl er in jeder seiner Aktionen von der bissigen Abwehr der Norddeutschen heftig attackiert wurde, versuchte er unverdrossen, für seine Mannschaft Raumgewinn und damit eventuell Punkte zu erzielen. Da die beiden ursprünglich als Ballträger bei den Panthern vorgesehenen Briten Jermaine Allen und Aaron Price verletzt ausfielen, übernahm er auch in den meisten Szenen die Aufgaben des Runningbacks.

Ein solcher, erfolgreicher Lauf des 23-Jährigen war es auch, der die Panther gleich im ersten Angriffszug der Begegnung fast in Führung gebracht hätte. Zunächst hatte Lions-Linebaker Sorie Bayoh ihn noch bei einem Lauf mit einem rüden Foul in die Teamzone der Hausherren gedrängt und damit den Tisch mit den Getränken und Obstkörben in ein Chaos verwandelt. Für den 1,92 Meter großen Engelmann kein Grund, ängstlich zu sein. Schon kurz danach überraschte er die Gäste und lief mit dem Ball unter dem Arm über die rechte Seite bis wenige Yards vor die Endzone. Allerdings vergaben die Panther die drei folgenden Versuche, einen Touchdown zu erzielen und damit die Möglichkeit, gegen den Meisterschaftsfavoriten in Führung zu gehen. Es blieb nur die Chance mit einem Feldtor-Versuch auf drei Punkte, den Alexander Kokot aber neben die Stangen setzte. Das sollte über die gesamte Spielzeit die einzige ernsthafte Möglichkeit der Panther bleiben, um zu punkten.

Engelmann kam zwar immer wieder zu guten Läufen, war damit aber viel zu sehr auf sich selbst gestellt. Ein gelungenes Passspiel fand gegen die Lions überhaupt nicht statt, so dass sich die Überlegenheit der Norddeutschen immer mehr zeigte. Besonders im zweiten Viertel kam die Verteidigung der Düsseldorfer meist einen Schritt zu spät gegen die Angriffe der Gäste. Ein Lauf von Ex-Panther David McCants und drei geglückte Würfe von Quarterback Casey Therriault in die Endzone brachten so allein 28 Punkte. Dass dabei in Christian Bollmann, Janos Knopf und Jens Vogt drei verschiedene Lions-Spieler die Pässe fingen, unterstreicht die Klasse der Gäste.

In der zweiten Hälfte setzte der alte und neue Nordmeister vorwiegend Auswechselspieler ein, um die Stammspieler für die Play-off-Runde zu schonen. Obwohl dadurch die Dominanz nachließ, reichte das allemal, um gegen immer müder werdende Panther fast mühelos die Oberhand zu behalten.

Quelle: RP
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