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Lokalsport
Zimmermann bezwingt den Roboter-Torhüter

Düsseldorf. Der Abwehrchef des Fußball-Oberligisten TV Kalkum/Wittlaer wandelt ein einziges Mal auf Lionel Messis Spuren. Von Christoph Zabkar

Was haben der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi, Brasiliens Star Neymar und Markus Zimmermann vom Oberligisten TV Kalkum-Wittlaer gemeinsam? Die Antwort: Sie alle haben sich dem Duell Mensch gegen Maschine gestellt.

Es war im Jahr 2013 und im Rahmen einer japanischen Talkshow, als die Barcelona-Profis Messi und Neymar der Innovation Roboter-Torhüter gegenüberstanden. Die Aufgabe erschien simpel, deren Lösung umso schwieriger. Schließlich sollten beide Spieler versuchen, gegen den künstlichen Keeper ein Tor zu erzielen. Was für die beiden Profifußballer nach Alltagsgeschäft klang, hatte seinen Haken in der Tatsache, dass der Techno-Torwart eine extrem hohe Reaktionsgeschwindigkeit aufweist und in dem Kleinfeldtor aufgrund seiner guten Reichweite nur mit einem sehr harten sowie präzisen Schuss zu überwinden ist. In der TV-Show verwandelten Messi und Neymar ihre jeweils dritten Schüsse. Messi mit 133 km/h, Neymar mit 131 km/h.

Jetzt bekam auch Zimmermann die Chance, sich in die Liste der großen Namen einzureihen. Immerhin hatte der 25-Jährige beim Schussgeschwindigkeits-Contest des Internetportals Fupa mit einem Volltreffer von 132 km/h den Titel "Mann, mit dem härtesten Schuss am Niederrhein" errungen und sich dadurch für die Herausforderung qualifiziert. Trainer Giuseppe Montalto traute seinem Abwehrchef einen Treffer zu. "Beim Masterturnier hatte sich Zimmi einen Muskelfaserriss zugezogen und selbst mit seinem schwachen linken Fuß noch über 120 km/h aufs Messgerät gezaubert. Er ist einer der wenigen Spieler, die sich auch noch nach dem Training den Ball schnappen, um Standards zu trainieren", sagte der Coach.

Und tatsächlich sollte Zimmermann den Maschinenmann überwinden. "Er hat den Torwart auf der höchsten Geschwindigkeitsstufe zweimal bezwungen und ihn darüber hinaus sogar noch leicht angeknockt", berichtet Fupa-Niederrhein-Chef Christian Kurth, der mit seinem Kamerateam vor Ort war. Der Spieler selbst freute sich über das tolle Ergebnis, zumal die Umstände das Unterfangen erschwerten: "Das Duell fand in einer Lagehalle auf Beton statt, wodurch ich mit meinen Laufschuhen schießen musste und nur ein Maximum von 113 km/h erreichen konnte. Umso schöner, dass ich den Torwart ausgerechnet auf der siebten und höchsten Schwierigkeitsstufe überwunden habe", sagt Zimmermann.

Am Ende des Tages gab es die ersten Überlegungen, aus dem Mensch-Maschinen-Duell ein größeres Event zu formen. Trotzdem hätte Zimmermann in einem richtigen Spiel lieber Kalkums Keeper Kai Gröger zwischen den Pfosten. "Der Kai hält ja nicht nur Weltklasse, sondern erzielt gleichzeitig auch noch selber Tore - den brauchen wir."

Quelle: RP
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