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Lokalsport
Zverev will mit Rochusclub durchstarten

Düsseldorf. Der Weltranglisten-38. spielt in der kommenden Saison für die Düsseldorfer. Der Klassenerhalt, das ausgegebene Saisonziel, soll mit ihm schnellstmöglich erreicht werden. Wie oft er allerdings spielen kann, ist unklar. Von Tino Hermanns

Detlef Irmler weiß nicht genau, wohin die Reise des Rochusclub-Bundesligateams in der Saison 2016 gehen wird. "Meine Erwartungen liegen zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt", meint der Teamchef. Klar ist nur, dass er so schnell wie möglich den Klassenerhalt erspielen will.

Ungewissheit plagt den erfahrenen Tennis-Haudegen - Irmler war unter anderem mehrere Jahre lang deutscher Davis-Cup-Kapitän - bezüglich der Meldelisten der neun anderen Bundesligateams und hinsichtlich seines eigenen Kaders. So greifen beispielsweise Benoit Paire (Weltranglisten-Platz 23) und Andreas Seppi (40) für Köln zum Schläger, Dominic Thiem (7) und Federico Delbonis (36) für den TK GW Mannheim und im Kader des TC BW Neuss steht die Nummer 14 der Doppel-Weltrangliste, Edouard Roger-Vasselin. Der Gladbacher HTC tritt mit Philipp Kohlschreiber (25) und Albert Ramos-Vinolas (35) an. Roberto Bautista Agut (16), Pablo Cuevas (26) und Aljaz Bedene (58) spielen für den TK Kurhaus Lambertz Aachen, während Gilles Muller (41), Pablo Carreno-Busta (44) für den TC Bruckmühl-Feldkirchen antreten. Außerdem wird gemunkelt, dass Guido Pella (52) und Paolo Lorenzi (48) schon beim HTC BW Krefeld unterschrieben haben.

Die Konkurrenz ist also stark besetzt, doch die Irmler-Truppe braucht sich nicht zu verstecken, denn mit Alexander Zverev (38) spielt die Hoffnung des deutschen Tennis jetzt beim Rochusclub. Marcel-Granollers Pujol (45), Lukas Rosol (72) und Facundo Bagnis sind aus dem Irmler-Team ebenfalls unter den Top-100 der Welt notiert. Erstaunlicherweise ist aber die Spielstärke genau eine der Probleme des Teamchefs. "Als ich mit Marcel den Vertrag ausgehandelt habe, war er die Nummer 94 der Welt und sollte das Team in der zweiten Saisonhälfte anführen", erläutert Irmler. "Jetzt ist er wieder in den Top-50 unterwegs und muss wahrscheinlich in der zweiten Saisonhälfte die Amerika-Tour spielen." Aktuell unwägbar sind auch die Einsätze von Andujar, Mats Moraing und Zverev. Bei Letzerem weiß niemand, wie lange er bei Turnieren im Einsatz ist. Sollte er ein Finale erreichen, würde dann für die Liga ausfallen.

"Und Mats ist ein begnadeter Spieler, aber sein Körper streikt immer wieder. Ich hoffe, er stabilisiert sich", sagt Irmler. Abe das größte Sorgenkind ist aktuell Andujar. Der 30-Jährige musste eine Operation am Schlagarm über sich ergehen lassen. "Er fängt gerade erst wieder an, mit Softbällen zu trainieren. Ich hoffe, er kann zum Saisonende spielen", erklärt der Teamchef.

Dennoch schwebt ihm eine Idealvorstellung vor Augen - und zwar der gemeinsame Einsatz der Doppelpaarungen aus Alexander und Mischa Zverev sowie Matwe Middelkoop und Wesley Koolhoof. "Wenn wir die beiden Doppel gewinnen, brauchen wir nur noch einen Sieg aus einem Einzel und haben schon einen Punkt für die Tabelle gewonnen", rechnet Irmler vor. Ob das bereits zum Saisonauftakt gegen den amtierenden deutschen Meister TC BW Halle (3. Juli, 11 Uhr, Rolander Weg 15) realisiert werden kann, ist unklar. "Ich möchte auf jeden Fall mindestens zwei meiner Top-Vier bringen", bekundet der Teamchef, wohl wissend, dass es immer Unwägbarkeiten gibt.

Quelle: RP
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