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Düsseldorf
Stadt ordnet Sportförderung neu

Düsseldorf: Stadt ordnet Sportförderung neu
Die Allianz für den Sport (von links): Martin Ammermann (Geschäftsführer Düsseldorf Congress Sport & Event), Peter Schwabe (Präsident des Stadtsportbunds), Oberbürgermeister Thomas Geisel, Marlies Smeets (Stiftung Pro Sport Düsseldorf), Sportdezernent Burkhard Hintzsche und Sportamtsleiter Pascal Heitorn. FOTO: Bernd Schaller
Düsseldorf. Der Begriff "Sportstadt Düsseldorf" wird neu definiert. Für die Bürger bedeutet das, dass sie auf einer Internetseite alle Angebote finden. Für die hiesigen Talente bedeutet das, dass sie auf eine bessere Unterstützung hoffen können. Von Christian Herrendorf

"Sportstadt Düsseldorf" ist nicht länger eine leere Hülle, sondern ein Begriff, hinter dem sich nun viele Angebote verbergen: die Spitzensport-Ereignisse in der Stadt, die Förderung des Nachwuchses und die wichtigen Informationen für alle Hobbysportler. Damit ist nach Hoffnung der Beteiligten eine Marke entstanden, die auch für Sponsoren aus der Wirtschaft interessant erscheint. Zum Start der neuen "Sportstadt" haben sich neben drei stadtnahen Unternehmen neun Düsseldorfer Firmen als Partner gefunden. Bis 2018 stehen jeweils 250 000 Euro pro Jahr zur Verfügung, mit denen das Olympiateam und einzelne Athleten gefördert sowie Trainerstellen geschaffen werden. Die Angebote unter dem neuen Dach im Überblick:

Freizeitsport Bisher haben sich die Bürger die Antworten auf ihre Fragen zu Breitensport-Angeboten bei verschiedenen Institutionen zusammen suchen müssen. Nun sollen sie alle auf einer Plattform, www.sportstadt-duesseldorf.de, zu finden sein. Dort ist eine Vereinsdatenbank angelegt, in der die Nutzer nach Stadtteil oder -bezirk und Sportart suchen können und bei Treffern einen Ansprechpartner und eine Telefonnummer angezeigt bekommen. Unter Sportstätten stehen neben den vier großen Hallen und dem Arena-Sportpark die Informationen zu Schwimmbädern, Seen, Bolz- und Beachvolleyball-Plätzen, Sporthallen, Laufstrecken und Skate-Anlagen.

Talentförderung Die Unterstützung begabter Sportler bis hin zu einer möglichen Olympia-Teilnahme hat in der Landeshauptstadt drei Dimensionen: Knapp 20 Bundes- und Landesleistungsstützpunkte des olympischen Sports sind in Düsseldorf beheimatet. Zudem bilden 13 Topathleten (angeführt von Tischtennisprofi Timo Boll) das "Stockheim Team Rio", das auf seinem Weg zu den Spielen im kommenden Jahr in Brasilien unterstützt wird.

Um die möglichen nächsten Mitglieder des Düsseldorfer Olympia-Teams kümmert sich die Stiftung Pro Sport. Neu im Angebot der 1996 gegründeten Einrichtung ist das "Junior Elite Team". Talente aus den Nachwuchsklassen, die in das Team aufgenommen werden, erhalten sowohl finanzielle Unterstützung als auch Möglichkeiten, Training und Schule leichter zu verknüpfen. Die Konkurrenz der Städte um diese Nachwuchskräfte ist groß. "Ich bin überzeugt, dass es uns auf diese Weise gelingt, künftig noch mehr hoffnungsvolle Sporttalente in unserer Stadt und in unseren Vereinen zu halten", sagte Marlies Smeets, Ehren-Oberbürgermeisterin und Vorsitzende der Stiftung.

Sport und Ausbildung Wesentlicher Baustein des Versuchs, Spitzennachwuchs in der Stadt zu halten, ist eine Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Kreishandwerkerschaft. Gemeinsam wollen die Partner duale Karrieren von jungen Leistungssportlern ermöglichen. Die Kammern helfen deshalb bei der Suche und Vermittlung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen.

Spitzensport Die genannte Internetseite enthält auch Informationen zu den rund 80 größeren Ereignissen sowie den bekannten Bundesligisten der Stadt (Fortuna, DEG, Borussia). Nach Wunsch von Oberbürgermeister Thomas Geisel soll diese Rubrik und damit das Angebot noch wachsen. Aktuell laufen beispielsweise Gespräche über eine Tour-de-France-Etappe in Düsseldorf. Entscheidend sei, dass die Ereignisse einen - möglichst internationalen - Imagegewinn für die Stadt bedeuten. Eine Rückkehr des Ski-Weltcups oder der DTM-Präsentation auf der Kö schließt Geisel aus.

Quelle: RP
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