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Düsseldorf
Stadt prüft leere Bürogebäude für Schulnutzung

Düsseldorf. Wegen des steigenden Bedarfs an Schulräumen soll die Stadtverwaltung jetzt auch den hohen Leerstand bei Büroimmobilien für schulische Einrichtungen nutzen. Die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP beantragte im Schulausschuss, dass auch Büroräume auf ihre Eignung geprüft werden sollen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. Von Denisa Richters

FDP-Ratsherr Mirko Rohloff hatte dafür den Vorschlag eines Kommentators auf seiner Facebook-Seite aufgegriffen: "Steigende Schülerzahlen, anstehende Investitionen von 640 Millionen Euro und rund 900.000 Quadratmeter Leerstand bei Büros", da biete sich das doch an, so der Liberale. Vor allem in der Innenstadt und in den linksrheinischen Stadtteilen sollen leere Bürogebäude geprüft werden, ob sie sich - möglicherweise auch nur als Dependance-Lösungen - eignen. Als Beispiel führte Rohloff das Jüdische Gymnasium an, das seinen Schulbetrieb zunächst in einer Büroimmobilie starte.

Die CDU stimmte dem Antrag zwar schließlich zu, kritisierte aber, dass die Stadt inzwischen für leerstehende Büroimmobilien zu viele mögliche Nutzungen im Blick habe: Das stehe im Konflikt mit dem Ziel des Handlungskonzepts, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, und auch mit der Unterbringung von Flüchtlingen, betonte Pavle Madzirov (CDU). Außerdem stelle sich die Problematik, dass auch Schulhöfe eingerichtet werden müssten. Ähnlich äußerte sich Madzirovs Fraktionskollege Stefan Wiedon, ein Prüfauftrag sei allerdings auch mit der CDU möglich.

"Es gibt keinen Widerspruch zum Handlungskonzept Wohnen", setzte Oliver Schreiber entgegen. "Es schließt eine solche Prüfung nicht aus", sagte auch Clara Gerlach (Grüne). Georg Blanchard von der Linken bezeichnete den Ampel-Vorstoß als "gute Idee".

Quelle: RP
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