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Düsseldorf
Stadt stockt Etat für Flüchtlinge auf

Düsseldorf. 2015 sind zusätzliche 12,5 Millionen Euro für Unterbringung nötig. Von Denisa Richters

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen muss die Stadt für die Kosten der Unterbringung zum wiederholten Mal den entsprechenden Posten im Haushalt aufstocken. Die Beschlussvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss, der am Montag tagt (ab 15 Uhr, Rathaus, Sitzungssaal im Erdgeschoss) sieht weitere 12,5 Millionen Euro vor. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben für die Flüchtlingsunterbringung im laufenden Jahr auf 41,1 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte die Stadt dafür fast nur ein Zehntel in den Haushalt eingestellt, zweimal war seitdem aufgestockt worden - einmal um 16,4 und ein weiteres Mal um 3,4 Millionen Euro. Für das Bereitstellen von Erstaufnahmen des Landes wurden der Stadt bisher 1,6 Millionen Euro erstattet.

Das meiste Geld fließt für die Anmietung von Hotelzimmern und Appartementhäusern (12,5 Mio. Euro) und sonstige zeitlich befristete Notlösungen wie Zelte oder Turnhallen (11,7 Mio. Euro), Sammelunterkünfte und Wohnmodulanlagen schlagen bisher mit mehr als zehn Millionen Euro zu Buche. Bei der Unterbringung von Asylsuchenden gelten Kriterien wie die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet, sozial verträgliches Umfeld, ausreichend Kochgelegenheiten und Sanitärzonen sowie separate Wohnbereiche für Familien, alleinstehende Männer und Frauen.

Waren es 2014 noch 1879 Flüchtlinge in Düsseldorf, stieg die Zahl bis zum 30. September auf 6296, davon waren 1960 in Landesunterkünften untergebracht. Bis zum Jahresende rechnet die Stadt damit, dass es bis zu 7000 Flüchtlinge sein werden. Insgesamt sollen dann stadtweit verteilt neun winterfeste Modulbau-Anlagen mit 1760 Plätze in Betrieb sein (eine an der Moskauer Straße bereits kommende Woche), drei weitere mit 520 Plätzen kommen Anfang 2016 hinzu. Seit Mai dieses Jahres ist bereits eine Containeranlage an der Benrodestraße in Benrath bewohnt. Hinzu kommen zwei gemietete Traglufthallen für 600 Menschen. Je nach Entwicklung rechnet man im Rathaus mit einem Fehlbedarf von 117 bis 1117 Plätzen - der müsse durch Anmietungen von Hotelzimmern und Appartements gedeckt werden.

Quelle: RP
 
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