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Düsseldorf
Stadt will Staufaktoren verringern

Düsseldorf: Stadt will Staufaktoren verringern
Die beiden Bilder zeigen die Staus am ersten Tag der Sperrung (Montag)... FOTO: TomTom
Düsseldorf. Neue Ampelschaltungen und Falschparker-Kontrollen sollen die Folgen der Großsperrung mildern. Von Christian Herrendorf und Ina Schwerdtfeger

Der erste Schultag nach den Winterferien hat die Lage rund um die gesperrte Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße merklich verschärft. Auf den Umleitungsstrecken und in den Nebenstraßen bildeten sich zahlreiche Staus: Auf Cornelius- und Oststraße standen die Autos über die gesamte Strecke, deutlich länger als üblich waren die Schlangen auf der Herzog-, der Hütten- und der Steinstraße.

...und am Tag nach den Ferien (Donnerstag), jeweils um 9 Uhr. Dunkelrote Striche stehen für Staus, hellrote für deutlich verlangsamten Verkehrsfluss. FOTO: Tobias Kuderna

Nach Messungen des Navigationsgeräteherstellers TomTom hat sich die Zahl der Störungen im morgendlichen Berufsverkehr verdoppelt. Während am Anfang der Woche in der Innenstadt zwischen 8 und 9 Uhr elf Staustellen auftraten, waren es gestern bis zu 26 (siehe nebenstehende Karten).

Die Stadt will dem nun entgegenwirken, indem sie Ampelschaltungen und Abbiegemöglichkeiten verändert sowie die Kontrollen von Falschparkern verschärft. Da die Umleitungsstrecken die neuen Hauptstrecken sind, gibt es dort nach Angaben des Verkehrsamts nun längere Grünphasen. Die Behörde hat dafür die Programme wieder aktiviert, die liefen, als der Tausendfüßler abgerissen wurde. Dass die Bahnstraße eine der Staufallen der ersten Tage der Sperrung war, ist der Grund dafür, dass am Ende des Stücks zwischen Oststraße und Berliner Allee nur noch Rechtsabbiegen möglich ist und nicht mehr wie bisher die Durchfahrt zur Königsallee und zur Kasernenstraße.

Berliner Allee/Graf-Adolfstraße: So liefen die Bauarbeiten FOTO: Gunter Müller

Ein weiteres Problem bilden Autos, die Haltestellen für Ersatzbusse zuparken oder in zweiter Reihe stehen. Ordnungs- und Verkehrsdezernent Stephan Keller hat angekündigt, dass entlang der Umleitungsstrecken verschärft kontrolliert und im Ernstfall auch abgeschleppt wird.

Die Staus spüren auch die Nutzer von Bus und Bahn. Für ihre Züge hat die Rheinbahn kaum noch Ausweichstrecken, da die eigentliche Ausweichroute über den Hauptbahnhof schon voll belegt ist. Kommt es dann zu Störungen im Netz, geht wenig bis nichts mehr. Ein Rettungswageneinsatz in Nähe des Marienhospitals in Pempelfort sorgte gestern Morgen dafür, dass die Linien 701, 706, 707 und 715 in Richtung Jan-Wellem-Platz nicht wie gewohnt fahren konnten. Zwei Linien wurden umgeleitet, die Fahrten der Linie 707 und 715 fielen für etwa eine Stunde ganz aus.

Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße: Deutlich mehr Verkehr nach Ferienende FOTO: Christoph Schroeter

Bei den Ersatzbussen verlängern sich die Fahrtzeiten, da diese auf den Umleitungsstrecken auch im Stau stehen. Die Rheinbahn setzt so viele Fahrzeuge ein, dass diese einen Zehn-Minuten-Takt schaffen könnten. Geraten die Busse aber wie zum Beispiel auf der Steinstraße in den Stau, dann müssen die Fahrgäste länger warten. Für Bilk zieht die Rheinbahn erste Konsequenzen. Ab Samstag sollen die Ersatzbusse, die von der Straße Auf'm Hennekamp über die Fruchtstraße Richtung Innenstadt geleitet werden, die enge Fruchtstraße nicht mehr passieren. "Die Fahrzeuge stehen dort ständig im Stau", sagte Rheinbahnsprecherin Heike Schuster. Daher habe man sich entschieden, die Busse nun über die Witzelstraße fahren zu lassen.

Alle Umleitungen rund um die Großsperrung gibt es hier.

Großsperrung in Düsseldorf - Das sind die Staufallen.

Hier gibt es Bilder.

Quelle: RP
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