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Düsseldorf
Stadt zeichnet Hirnforscherin der Universität aus

Düsseldorf. Mit dem Preis fördert die Landeshauptstadt Forscher unter 40, die in ihrem Fach bedeutende Forschungsergebnisse erzielt haben.

Svenja Caspers ist noch keine 40 Jahre alt, hat aber schon eine beeindruckende Liste mit wissenschaftlichen Publikationen und wichtige Erkenntnissen auf dem Gebiet der Hirnforschung gewonnen. Dafür ist die Professorin der Heinrich-Heine-Universität mit doppeltem Doktor-Titel gestern mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt für Wissenschaft geehrt worden. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat der Professorin den mit insgesamt 4000 Euro dotierten Preis übergeben.

Caspers, die am Cécile- und Oskar-Vogt-Institut für Hirnforschung an der Düsseldorfer Uniklinik und dem Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich arbeitet, beschäftigt sich insbesondere mit den unteren Scheitellappen des menschlichen Gehirns, die an Sprachverarbeitung, Handlungskontrolle, Aufmerksamkeit und am moralischen Entscheiden beteiligt sind. Bisher galt es als weitestgehend unklar, inwiefern diese verschiedenen Funktionen den unteren Scheitellappen einbeziehen und welche Funktion dabei die Struktur des entsprechenden Hirnareals einnimmt. Caspers ist es nun gelungen, ein verlässliches multimodales Modell davon zu entwerfen.

Seit 1985 zeichnet die Landeshauptstadt alle zwei Jahre zum Zeichen der Verbundenheit mit der Heinrich-Heine-Universität und der Uniklinik junge talentierte Wissenschaftler mit einem Förderpreis aus. Er wird verliehen an Forscher, die noch nicht das 40. Lebensjahr vollendet haben, die aber in ihrem Fach bereits bedeutende Forschungsergebnisse erzielt haben. Mit der Auszeichnung sollen die Preisträger in ihrer weiteren Entwicklung gefördert werden. Die Vergabe erfolgt abwechselnd an jeweils ein Mitglied der fünf Fakultäten der Universität Düsseldorf. Der Preisträger wird von einer Jury aus Professoren der jeweiligen Fakultät bestimmt. Für Caspers ist es nicht der erste Preis: Sie hatte zum Beispiel schon 2012 den Forschungspreis der Dr. Günther-und Imme-Wille-Stiftung erhalten.

(semi)
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