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Filmpremiere
90 Minuten über Jacques Tillys Narrenfreiheit im Cinema

Filmpremiere: 90 Minuten über Jacques Tillys Narrenfreiheit im Cinema
90 Minuten über Jacques Tilly (links) und den Düsseldorfer Karneval hat Regisseur Steve Antonin gedreht. Gestern Abend war Premiere. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Die gerade abgelaufene Session wird die Chefetage des Düsseldorfer Karnevals sicher nicht vergessen. Am Karnevalssamstag wusste Jacques Tilly nicht, ob der Wagen zum Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" überhaupt am Rosenmontag fährt.

Grund war ein neuerliches Attentat, diesmal in Kopenhagen. Bei einer Krisensitzung aller Wagenbauer mit CC-Geschäftsführer Christoph Joußen wurde festgelegt, dass der Wagen fährt - allerdings leicht umgemodelt wird.

"Tilly gibt's nicht allein, wir sind ein Team", sagt der Wagenbauer - und das wird deutlich im 90-minütigen Dokumentarfilm "Jacques Tilly und die große Narrenfreiheit", der gestern Abend im Cinema Premiere hatte. Regisseur Steve Antonin hat viel Herzblut in das Projekt gesteckt, die Session 2013/14 wird mit Bauzeit und Rosenmontag im Stil einer Milieustudie kompakt dargestellt. Im Zeitraffer ist etwa die Entstehung des Putin-Wagens zu sehen, bei dem die Muckis des Präsidenten zur Bombe mutieren.

Viele Wagenbauer kommen zu Wort und Tilly wurde unter anderem gefilmt, während er über Kopfhörer Musik hört und leise vor sich hinsummt. Nah dran also, ein Film, der begeistert und eigentlich ins WDR-Programm gehört. Die Verhandlungen laufen, Kino-Chef Udo Heimansberg will den Film ab und zu als Matinee zeigen.

(ujr)
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