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Karneval
AfD-Streit: CC sieht wenig Spielraum

Düsseldorf. Das Comitee Düsseldorfer Karneval (CC) zieht keine weiteren Konsequenzen aus dem Streit zwischen Büttenredner Hans-Peter Faßbender ("Dä Bundeswehrsoldat") und Sven Gerling, Leiter Organisation beim CC . Man habe den Vorfall intern besprochen und abgehakt. "Für uns ist das Thema damit durch", sagte gestern CC-Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann.

Das CC nehme es allerdings nicht hin, wenn sich Menschen in Verbindungen mit dem Düsseldorfer Karneval fremdfeindlich äußern, sagte Tüllmann. Eine konkrete Handhabe gegen solche Personen sei aber schwierig. Allenfalls die jeweiligen Vereine hätten eine Möglichkeit, auf diese einzuwirken, sofern sie bei ihnen Mitglied sind. "Wenn es solche Fälle geben würde, würde das CC mit den Vereinen sprechen", so Tüllmann.

In dem Streit hatte Hans-Peter Faßbender dem CC-Vizepräsidenten Stefan Kleinehr vergangene Woche auf Facebook vorgeworfen, "ein Raffzahn" zu sein. Daraufhin hatte sich Sven Gerling zu Wort gemeldet und Kleinehr verteidigt. Zudem hatte er Faßbender für das Verbreiten von AfD-Inhalten und "patriotischer Hetz-Seiten" auf seiner Facebook-Seite kritisiert. Das stehe im krassen Widerspruch zu den Werten, die er und das CC im Karneval vertreten, so Gerling.

Tüllmann kann sich vorstellen, dass das Thema im kommenden Rosenmontagszug aufgegriffen werden könnte. Auch wenn bis zum 27. Februar noch viel passieren könne, würde er darauf wetten, dass es so komme. Wagenbauer Jacques Tilly hatte dieses Jahr der AfD einen Mottowagen gewidmet. Dieser zeigte einen Farbverlauf der Parteifarbe Hellblau zu Braun.

(jaw)
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