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Gastronomie
Alles neu bei Tante Anna

Gastronomie: Alles neu bei Tante Anna
Die beiden Geschäftsführer Barbara Oxenfort und Tobias Ludowigs (l.) mit Küchenchef Simon Nauels im neuen Rotweinkabinett FOTO: HANS-JÜRGEN BAUER
Düsseldorf. Alles auf Anfang: Nach 20 Monaten Umbau, Renovieren, Restaurieren, Kernsanieren "fühlt es sich wie eine Neueröffnung an", sagt Barbara Oxenfort. Seit 2004 führt die Gastronomin gemeinsam mit ihrem Partner Tobias Ludowigs das traditionsreiche "Weinhaus Tante Anna", das seit Donnerstag seine Tür in der Altstadt an der Andreasstraße wieder geöffnet hat.

Alles ist neu, von den Deckenbalken bis zum Boden, den Strom- und Wasserleitungen, der Heizung und den Toiletten. Die alten Stühle sind frisch bezogen, die Holzvertäfelung im "Rotweinkabinett" - neben dem Jan-Wellem-Saal und dem St.-Andreas-Zimmer eine der drei Gasträume - wurde von einem Schreiner handgemacht. Die Kronleuchter sind neu. Der Gastraum in der ersten Etage ist zugunsten neuer Toiletten weggefallen. "Und die Küche ist vom ersten Stock ins Erdgeschoss umgezogen", sagt Ludowigs.

Endlich ist nun alles fertig, denn ursprünglich war geplant, vier Monate nach der Schließung wieder zu eröffnen. "Aber wie es so ist in einem denkmalgeschützten Haus von 1593, man erlebt so manche Überraschung", betont Oxenfort. Neben den Sanierungskosten, die der Hauseigentümer trägt, haben die beiden Pächter rund 80.000 Euro investiert. Davon ging das Meiste in die Ausstattung der Küche, in der nun Simon Nauels das Sagen hat.

Der 31-Jährige, der mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern in Neersen lebt, hat zuletzt im Restaurant Elisenhof in Mönchengladbach gearbeitet. Zuvor war er im Herzog von Burgund in Neuss, im Abtshof in Mönchengladbach und im InterContinental an der Kö als Sous-Chef unter Florian Conzen. Und der wiederum ist neben Oxenfort und Ludowigs der dritte Gesellschafter in der gleich um die Ecke liegenden, vor 13 Monaten eröffneten Brasserie Stadthaus. Conzen wird auch in Kürze bei "Tante Anna" einsteigen. "Wir sind ein gut eingespieltes Trio", erklärt Oxenfort.

Typisch für die Küche im Weinhaus (600 Positionen stehen auf der Karte zur Auswahl) sind ausschließlich gehobene deutsche und regionale Gerichte. So besteht beispielsweise das "Menü aus der Deutschen Küche" aus gebeizter Forelle, Rinderkraftbrühe mit Kräuterflädle, Blutwurstterrine, Düsseldorfer Senfrostbraten und Topfenknödel zum Dessert.

Nauels persönliche Lieblingsspeisen sind übrigens Himmel und Ähd und rheinischer Schnibbelbohnen-Eintopf.

(dh)
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