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Auf der Suche nach dem Ursprung des Fortuna-Brötchens

Leserforum: Auf der Suche nach dem Ursprung des Fortuna-Brötchens
FOTO: Bretz, Andreas (abr)
Düsseldorf. Daniel Kasimirowicz hat eine große Diskussion unter Lokalpatrioten ausgelöst. Der Betreiber der Internetseite fortunabroetchen.de hatte in der Heimatserie unserer Redaktion einiges über das Phänomen des Brötchens berichtet, das mit Schaumkuss oder -küssen gefüllt ist. Nur die Frage des Ursprungs konnte auch der Experte aus Itter nicht endgültig klären. Im Leserforum sind nun weitere Spuren aufgetaucht.

Ralph Orlob berichtet beispielsweise von seiner Zeit am Rethel-Gymnasium in den Siebziger Jahren: Damals "gab es noch ein Büdchen an der Ecke Graf-Recke-Straße/Lenaustraße, zu dem wir Schüler in der Pause immer gepilgert sind. Dort war das Fortuna-Brötchen der Klassiker, weil es auch mit der billigste Pausensnack war." Auch zuhause hätten die Schüler damals das Brötchen "nachgebaut".

Heidrun Grewe erläutert, dass das Brötchen nicht ausschließlich ein Düsseldorfer Phänomen ist. "Bei den Schwaben hieß dieses Weckle [schwäb. für Brötchen] ,Datsch', weil das weiße Ding mit Schokoglasur im Weckle ,zsammadatscht' wird." Andere bestätigen, dass die besondere Backware weit verbreitet ist, denn im Ruhrgebiet und im Osnabrücker Land heißt sie "Matschbrötchen". Laut Tim Alberts hat man in Hilden in den 80ern "Schneewittchen" dazu gesagt.

Favorit bei den Experten ist die Legende von den Jungs aus Flingern, die sich beim Bäcker und am Büdchen mit den Zutaten versorgt hatten, dann überrascht waren, wie lecker ihr Experiment war, und das Ganze deshalb nach ihrem Lieblings-Fußballverein benannten.

(hdf)
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