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Rennbahn-Saisonauftakt
Bellinghausen gegen Jäger und Fink 2:0

Rennbahn-Saisonauftakt: Bellinghausen gegen Jäger und Fink 2:0
In Ausgehkluft und mit Wettschein: Die Spieler Oliver Fink (l.) und Mathis Bolly waren beim ersten Renntag des Jahres auf dem Grafenberg dabei. FOTO: Bauer
Düsseldorf. Da hat Paul Jäger am Samstag wohl die falsche Entscheidung getroffen. Der Fortuna-Vorstand war der Einladung des DFB nach Berlin gefolgt und hatte das zweifelhafte Vergnügen, der Niederlage der deutschen Elf gegen England beizuwohnen. Dagegen Axel Bellinghausen: Alles richtig gemacht!

Die bessere Veranstaltung ausgesucht - Fortuna-Renntag mit Sonne satt - und obendrein Wettglück. "Ich hab's gesagt, ich hab's gesagt", jubelte er schon zu Beginn des Saisonauftakts auf dem Grafenberg, als auf seinem Wettschein zwei der ersten drei Pferde beim Zieleinlauf richtig getippt waren. 1:0 für ihn. Auf dem ordentlich gefüllten Grafenberg - Fortuna-Mitglieder zahlten nur 95 Cent Eintritt - hatten seine Mitspieler, von denen fünf weitere als Rennpaten aufgestellt waren, weniger Erfolg. Auf den ersten Blick wirkte die Bilanz der Rennbahn-Premiere für Marcel Sobottka zwar noch ganz ordentlich. "Ein paar Mal habe ich sogar schon gewonnen", freute sich der Kicker. "Trotzdem ist jetzt weniger Geld da als vorher." Wie das sein kann? "Tja, das ist mir auch ein Rätsel. Ich dachte, ich bekomme hier noch den Anfängerbonus. Das war wohl nichts." Bei Julian Schauerte, ebenfalls Rennbahn-Novize, lief es nicht wirklich besser. Der Zwischenstand: "Das erste Rennen habe ich verloren, beim zweiten kam ich nicht schnell genug zum Automaten." Eine ausgefeiltere Strategie hatte Oliver Fink. Er hatte sich wegen des gemeinsamen Siegs 2015 wieder mit Fortuna-Aufsichtsrat und Pferdenarr Albrecht Woeste verbündet. Dass das auserkorene Pferd diesmal nicht Favorit war, ließ bei Fink bei der Taktikbesprechung keine Zweifel aufkommen. "Team bleibt Team. So sind wenigstens die Quoten höher." Mehr als zehn Euro wollte der Dauerläufer aber nicht setzen. Das war gut, denn wieder hatte nicht er, sondern Bellinghausen alles richtig gemacht und auf "Mighty Mouse" gesetzt. 2:0 für ihn.

Während die Kicker an ihrer Wettstrategie tüftelten, warteten Kathy Stanley und ihr Onkel Sebastian Nolte bereits vor dem rot-weißen Zelt auf die Autogrammstunde. Beim Torwandschießen, dessen Gewinner sich über ein Duell mit den Profis freuen konnte, hatte Kathy zwar nicht so viel Glück, die Pole Position in der Schlange war aber ihre. Die Liebe zu Rot-Weiß liegt bei Kathy und ihrem Onkel in der Familie: "Schon als sie fünf war, habe ich Kathy mit in den Block der Ultras genommen. Mittlerweile arbeiten ihre Mutter und ich sogar als Ordner für die Fortuna", berichtete Nolte stolz. Klar, dass die Antwort auf die alles entscheidende Frage von Kathy wie aus der Pistole geschossen kam. Der Lieblingsspieler? "Axel Bellinghausen!", sagte die Neunjährige, die ihn damit wohl zum Spieler des Tages kürte. Zum Abschluss eines perfekten Tages ging es für den Fortuna-Fan dann noch zum Ponyreiten. Viele zufriedene Gesichter also - sogar DEG-Urgestein Walter Köberle, der das frühe Playoff-Aus seines Klubs verkraften muss, konnte im Teehaus schon wieder lachen.

Julia Chladek und Uwe-Jens Ruhnau

Kathy Stanley (r.) und ihr Onkel Sebastian Nolte (Mitte) holten sich die ersten Autogramme bei (v.l.) Julian Schauerte, Axel Bellinghausen und Oliver Fink. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Quelle: RP
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