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Düsseldorf
Christoph Böll erinnert an Orkantief "Ela"

Düsseldorf: Christoph Böll erinnert an Orkantief "Ela"
Filmemacher Christoph Böll mit Dezernentin Helga Stulgies (l.) und Doris Törkel vom Gartenamt FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Den 9. Juni 2014 werden die meisten Düsseldorfer dank Orkan "Ela" wohl so schnell nicht vergessen. Filmemacher Christoph Böll hat sich ein Jahr lang auf Spurensuche begeben und dabei die Zerstörung in der Stadt sowie die Wiederaufforstung gefilmt.

Gestern präsentierte er im Kino Black Box im Filmmuseum seinen Dokumentarfilm "Sturmgeschichten". Dafür sprach der Kölner Regisseur mit prominenten und weniger prominenten Düsseldorfern über die verheerende Sturmnacht und ihre Folgen. "Es hat Spaß gemacht, so viele Menschen für den Film zu treffen", sagte Böll. In "Sturmgeschichten" erinnern sich unter anderem Konditormeister Heinz-Richard Heinemann und Oberbürgermeister Thomas Geisel an "Ela". Bei der Filmpremiere konnte Geisel dem Orkan auch etwas Gutes abgewinnen. "Die Zerstörung in der Stadt hat bewirkt, dass sich viele Bürger engagiert haben", so OB Geisel.

Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf FOTO: Andreas Endermann

Der Direktor des Filmmuseums, Bernd Desinger, outete sich vor der Vorführung als Gewitter-Liebhaber. "Ich habe den Sturm aufziehen sehen und von meinem Wohnzimmerfenster aus beobachtet, doch von den enormen Folgen war auch ich überwältigt", meinte Desinger. Auch Manni Breuckmann, der den Anstoß zum Dokumentarfilm gab, verfolgte das Unwetter von zu Hause. Für "Sturmgeschichten" zeigte er Böll seinen Lieblingsbaum in Ludenberg, eine massive Weide, an der er schon seit 1998 regelmäßig beim Spazieren vorbeikommt. "Um die hatte ich beim Sturm keine Angst. Mir war klar, dass die nicht umknicken würde", sagte Breuckmann. Dass Christoph Böll einen Film über "Ela" und die Aufräumarbeiten danach gedreht hat, freute besonders Silke Wiebrock vom Gartenamt. "Dieser Tag wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die Menschen in der Stadt ihn erlebt haben und was danach passierte", sagte Wiebrock. Die DVD mit dem 83-minütigen Film wird am 14. Juni beim "Fest der Vielfalt" im Hofgarten verkauft.

(sdt)
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